Hochschularchiv der ETH Zürich

Das Hochschularchiv der ETH Zürich ist zuständig für die Sicherung, Erschliessung und Vermittlung sämtlicher Unterlagen von bleibendem Wert der ETH Zürich und des ETH-Rates. Daneben betreut es wissenschaftliche Privatnachlässe. Laufend erweiterte Dokumentationen zu Wissenschafts- und Hochschulgeschichte ergänzen die Archivbestände und bieten den Forschenden biographische Informationen zu Persönlichkeiten der Hochschulgeschichte.

Verwaltungsschriftgut

Das Hochschularchiv der ETH Zürich übernimmt seit seiner Gründung im Jahr 1999 systematisch archivwürdige Dokumente aus der Verwaltung der ETH Zürich sowie des ETH-Rats. Ältere Dienstunterlagen wurden bereits zuvor vereinzelt von der ETH-Bibliothek übernommen.

Bestand

  • Präsidialverfügungen, Sitzungsprotokolle und Akten des Schweizerischen Schulrats (1854 bis 1992)
  • Unterlagen aus Organisationseinheiten des ETH-Rates (seit 1993)
  • Unterlagen aus der Schulleitung und Organisationseinheiten der ETH Zürich (seit 1854)

Als Grundlage für Übernahme, Aufbewahrung und Nutzung des Archivguts dient das Bundesgesetz über die Archvierung (BGA) (Link verlässt diese Seite). Organisationseinheiten der ETH Zürich sowie des ETH-Rats unterstehen einer Anbietepflicht.

Auf der Grundlage des BGA und unter Berücksichtigung des Öffentlichkeitsprinzips unterliegen Akten einer Schutzfrist von 30 Jahren. Im Falle von besonders schützenswerten Personendaten besteht eine erhöhte Schutzfrist von 50 Jahren.

  • Vorarchivische Beratung: Das Hochschularchiv der ETH Zürich berät Organisationseinheiten bei Pflege und Aufbau von konventionellen Aktenablagen wie auch digitalem Recordsmanagement und unterstützt sie bei der Erfüllung ihrer Anbietepflicht gemäss Bundesgesetz über die Archvierung (BGA) (Link verlässt diese Seite).
  • Dauerhafte Sicherung digitaler Unterlagen: Das Hochschularchiv der ETH Zürich übernimmt und erschliesst auch genuin digitale Dokumente aus Organisationseinheiten der ETH Zürich und des ETH-Rates und sorgt in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Digitaler Datenerhalt für die langfristige Erhaltung und Zugänglichkeit archivwürdiger digitaler Daten.

Nachlässe, Schenkungen, Einzelerwerbungen

Seit ihrer Gründung erhält die ETH-Bibliothek Schenkungen von Unterlagen von Personen mit Bezug zur ETH Zürich. In Ausnahmefällen werden Dokumente von besonderem Wert für die ETH Zürich käuflich erworben. Darüber hinaus übernimmt das Hochschularchiv auch Archive von Vereinen und Gesellschaften, die der ETH Zürich nahe stehen.

Bestand (Auswahl)

  • Arbeitspsychologie, Psychologie: C.G. Jung-Arbeitsarchiv, Hans Biäsch
  • Astronomie: Rudolf Wolf, Alfred Wolfer, Max Waldmeier
  • Bauingenieurwesen: Karl Culmann, Robert Maillart, Fritz Stüssi
  • Chemie: Richard Willstätter, Vladimir Prelog, Leopold Ruzicka
  • Geologie und Naturwissenschaften: Arnold Escher von der Linth, Oswald Heer, Louis Rollier, Karl Mayer-Eymar, Albert Heim, Arnold Heim
  • Mathematik: Paul Bernays, Wilhelm Fiedler, Heinz Hopf, Adolf Hurwitz, Hermann Weyl, Eduard Stiefel, Heinz Rutishauser, George Pólya
  • Physik: Erwin Schrödinger, Carl Seeligs Albert Einstein-Dokumentation, Wolfgang Pauli (ergänzend zu den Beständen des Pauli Archivs am CERN (Link verlässt diese Seite))

  • Studentische Vereinigungen: Vereinigung der Studierenden an der ETH (VSETH), Architektura, Verein der Mathematik- und Physikstudierenden an der ETH Zürich unter anderem.
  • Wissenschaftliche Gesellschaften: Gesellschaft zur Förderung der Forschung, Schweizerische Mathematische Gesellschaft unter anderem.
  • Thematische Archive mit inhaltlichem Bezug: Archiv zur Geschichte der Kernenergie in der Schweiz (Geschäftsunterlagen der Kernkraftwerk Kaiseraugst AG und Akten bedeutender Akteure), Gotthardbahnakten unter anderem.

Schenkungsvertrag, Datenschutz sowie Urheberrecht bestimmen die Möglichkeiten der Nutzung und Zugänglichkeit von Schenkungen aus privater Hand.
Das Hochschularchiv ist bestrebt, Unterlagen so rasch als möglich der Forschung zugänglich zu machen.

  • Verzeichnete Nachlässe sind meist summarisch, vereinzelt detailliert im Wissensportal und in der Archivdatenbank Online ausgewiesen.
  • Elektronisch nicht detailliert verzeichnete Bestände sind über einen internen Zettelkatalog vollständig erschlossen.
  • Ausgewählte Bestände sind in Nachlassverzeichnissen (Link verlässt diese Seite) erschlossen, die im Wissensportal in gedruckter Form bestellt oder elektronisch eingesehen werden können.
  • Nachlässe und Autographen werden fortlaufend digitalisiert und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Webportal e-manuscripta.ch (Link verlässt diese Seite) zugänglich gemacht.
  • Bestellen Sie die gewünschten Archivalien direkt beim Hochschularchiv der ETH Zürich oder via Formular. Um Voranmeldung wird gebeten. Die Benutzung erfolgt vor Ort im Lesesaal Sammlungen und Archive.