Das Flusskraftwerk Mühleberg im Bau, 1918/20. Bild aus dem Nachlass des Wasserbauers Hans Blattner (1886–1966) dipl. Ing ETH. Hs_0485-0004-022
Die ETH-Bibliothek stellt Fachinformation zu allen Aspekten der erneuerbaren Energietechnik bereit. Aus Anlass des internationalen Jahrs der erneuerbaren Energie für alle 2012 finden Sie im Folgenden einen Überblick über wichtige Werke und Bestände.
Ausgewählte Nachschlagewerke
Ausgewählte Zeitschriften und Schriftenreihen
Ausgewählte Lehrbücher
Um Antworten auf spezifische Fragen zu erneuerbaren Energiequellen zu finden nutzen Sie vorzugsweise das Wissensportal.
Darüber hinaus dokumentieren umfangreiche historische Bestände zum einen die technologische Entwicklung der Nutzung der Wasserkraft. Zum anderen verdeutlichen sie die bedeutende Rolle, welche die ETH Zürich in der Nutzbarmachung dieser für die Schweiz traditionellen und anteilsmässig bedeutsamsten erneuerbaren Energiequelle spielte.
Die Entwicklung der Wasserkraft in alten Drucken
- Zur Entwicklung der Wasserkraft in der Renaissance: z. B. Agostino Ramelli, Le diverse et artificiose machine (Paris, 1588), Salomon de Caus, Les Raisons des forces mouvantes (Paris, 1624), Zonca di Vittorio, Novo teatro di machine et edificii (Padua, 1656)
- Zur Mühlenbaukunst des 18. Jahrhunderts: z. B. Jakob Leupold, Theatrum machinarum, (Leipzig, 1724–35), Bernard Forest de Bélidor, Architectura hydraulica (Augsburg, 1740–1771)
- Zur Grundlagenforschung in der Hydraulik: Daniel Bernoulli, Hydrodynamica (Basel, 1738). W. R. Kutter, Die neuen Formeln für die Bewegung des Wassers in Kanälen und regelmässigen Flussstrecken (Wien, 1877)
Die ETH Zürich in der Geschichte der Nutzung der Wasserkraft
Die Geschichte der Nutzung der Wasserkraft in der Schweiz ist eng mit der praxisnahen Lehre und Forschung auf Gebieten wie Wasserbau, Hydrologie und Maschinenbau an der ETH Zürich verbunden. Um die Wende zum 20. Jahrhundert setzte ein Boom der Energiegewinnung aus Wasserkraft ein. Die Schweizer Wasserbauingenieurbüros und Herstellerfirmen von Turbinen und Generatoren fanden unter den ETH-Absolventen die dafür benötigten Fachkräfte für den Bau von Fluss- und Speichkraftwerken im In- und Ausland.
Im Jahr 1930 eröffnete die ETH die Versuchsanstalt für Wasserbau (VAW). Hiermit schuf sie die Grundlage für grossmassstäbliche Versuche und eine erweiterte Expertentätigkeit. Darauf wurde nicht zuletzt beim Bau jener grossen Staumauern in den Alpen zurückgegriffen, die zu Symbolen optimierter Nutzung von Wasserkraft geworden sind.
Die ETH-Bibliothek stellt neben Literatur zur Geschichte der Wasserkraft in der Schweiz zur weiteren Erforschung dieser Entwicklung auch Quellenmaterial zur Verfügung:
- Schulratsprotokolle Online (Protokolle des ETH-Leitungsorgans der Jahre 1855 bis 1968)
- Nachlässe prägender Persönlichkeiten aus Lehre und Forschung im Bereich Wasserbau (z. B . Prof. Gabriel Narutowicz, Conradin Zschokke, Eugen Meyer-Peter, Gerold Schnitter) sowie weitere Unterlagen zu einzelnen Instituten und Personen
- Bildmaterial der Versuchsanstalt für Wasserbau
- Bilder von Schweizer Stauseen
- Bilder zu Wasserkraft allgemein
- Kartenmaterial zur Nutzung von Wasserkraft in der Schweiz
