Zum 200. Geburtstag von Albert Mousson (17. März 1805 bis 16. November 1890), Professor für Physik
Leben
Albert Mousson wurde am 17. März 1805 in Solothurn geboren. Sein Vater war Kanzler der schweizerischen Eidgenossenschaft und musste daher seinen Wohnsitz an den jeweiligen Ort der Tagsatzung verlegen. So wuchs Albert in verschiedenen Schweizer Städten auf und genoss bis zu seinem 15. Lebensjahr Privatunterricht. Seine Schulausbildung schloss er im damals berühmten Fellenberg-Institut in Hofwyl bei Bern ab. 1823 begann er in Bern seine Studien in Mathematik, Physik, Chemie und Geologie, und studierte in der Folge an den Universitäten in Genf, Göttingen und schliesslich in Paris, wo er sich während drei Jahren mit Ingenieurwissenschaften befasste. Nach seiner Heirat mit Barbara Seger kam er 1832 als Mathematiklehrer an die untere Industrieschule in Zürich. Als 1833 die Universität Zürich gegründet worden war, habilitierte er sich hier zunächst als Privatdozent für Physik, wurde ausserordentlicher, dann ordentlicher Professor. Bei der Gründung des Eidgenössischen Polytechnikums erhielt er einen Ruf an den Lehrstuhl für Experimentalphysik und hielt bis 1878 Vorlesungen über experimentelle und technische Physik, sowie über spezielle Themen. Nach langer Krankheit starb Albert Mousson am 16. November 1890.
Neben seiner Lehrtätigkeit wirkte Mousson auch als Schriftsteller. Sein Hauptwerk "Physik auf der Grundlage der Erfahrung" (1857) umfasst mehr als 2000 Seiten und erschien 1883 in der 3. Auflage. Zudem veröffentlichte er zahlreiche grössere und kleinere Aufsätze, die auch Themen der Meteorologie, Geographie und Geologie behandelten. Einen Namen machte er sich ferner als Sammler von Land- und Süsswasserschnecken.
Handschrift
Brief von Albert Mousson an den Geologen Alfred Escher von der Linth vom 15.Februar 1862.
Bestand
Die Sammlung Archive und Nachlässe verfügt über Vorlesungsmitschriften und Korrespondenz Moussons mit verschiedenen Partnern, u.a. mit dem Geologen Alfred Escher von der Linth und dem ersten Direktor des Eidgenössischen Polytechnikums, Josef Wolfgang von Deschwanden. Zudem führen die Archive ein biographisches Dossier, das einige Lebensbeschreibungen und Textproben enthält. Der Nachlass Albert Moussons liegt in der Zentralbibliothek Zürich.
