Eduard Gerlich (1836–1904)

Zum 100. Todestag von Eduard Gerlich (3. Februar 1836 bis 14. Oktober 1904), Professor für Ingenieurwissenschaften, Oberingenieur der Gotthardbahn

Eduard Gerlich

Eduard Gerlich

Porträt aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek

Leben

Eduard Gerlich wurde am 3. Februar 1836 in Oderau (Schlesien) geboren. Nach dem Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule Wien arbeitete er während 10 Jahren bei der österreichischen Nordwestbahn. 1875 trat er als Stellvertreter des Oberingenieurs Wilhelm Hellwag (später Gustave Bridel) in den Dienst der Gotthardbahn. Gerlich zeichnete insbesondere für die Normalien, Verträge und weitere Grundlagen für den Bau der Gotthardbahn und den Eisenbahntunnel verantwortlich. Nach der Eröffnung des Bahnbetriebs wirkte er kurze Zeit als Oberinspektor der Gotthardbahn.

Im August 1882 berief der Schweizerische Schulrat Gerlich zum Nachfolger Karl Culmanns als Professor für Ingenieurwissenschaften ans Eidgenössische Polytechnikum in Zürich. Hier unterrichtete er bis zu seinem Rücktritt 1903 vorwiegend Eisenbahnbau und Eisenbahnbetrieb. Gerlich wirkte an zahlreichen Gutachten mit und beteiligte sich aktiv im Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein, dessen Zentralkomitee er angehörte. Aus Gerlichs Feder stammt eine Beschreibung des Baus der Gotthardbahn, die 1881 im Band XVI der Zeitschrift "Die Eisenbahn" erschienen ist.

Eduard Gerlich verstarb am 14. Oktober 1904 in Zürich.

Handschrift

Gerlichs Handschrift

Bericht des Oberingenieurs der Gotthardbahn über den Fortschritt der Arbeiten auf den im Studium und im Bau 
begriffenen Strecken der Gotthardbahn im Monat Januar 1876. Verfasst von Wilhelm Hellwag, Dokument aus den 
Gotthardbahnakten. Signatur: 3944: 1/32 (Hs)
 

Bestand

In der Sammlung Archive und Nachlässe befinden sich die sog. "Gotthardbahnakten", die zum grössten Teil aus Gerlichs Besitz stammen. Sie dokumentieren den Bau der Gotthardbahn und des Gotthardtunnels. Im Bildarchiv finden sich Porträts von Gerlich. Sämtliche Dokumente der Spezialsammlungen können im Lesesaal Spezialsammlungen konsultiert werden.



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