Zum 100. Geburtstag von Ernst Brandenberger (28. Februar 1906 bis 5. September 1966), Professor für Werkstoffkunde und Materialprüfung an der ETH Zürich
Leben
Ernst Brandenberger wurde in Flaach (Kanton Zürich) geboren. An der ETH Zürich studierte er Mineralogie und Kristallographie, spezialisierte sich später in Geologie und Mineralogie, doktorierte 1930 und wurde zu einem Experten für Kristallographie und Kristallstrukturanalyse. Von 1933 bis 1943 war er als Privatdozent für "Kristallstrukturlehre und Materialprüfung mittels Röntgenstrahlen" tätig. 1943 wurde er zum Titularprofessor, 1947 zum ausserordentlichen Professor und 1949 zum ordentlichen Professor an der ETH Zürich ernannt. Ab 1932 arbeitete er gleichzeitig bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Versuchanstalt EMPA. Im Oktober 1949 übernahm er die Direktion der Hauptabteilung B der EMPA. Im Lauf seiner Forscherlaufbahn hat er rund 250 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, darunter mehrere Lehrbücher.
Ernst Brandenberger setzte sich neben dem Beruf stark beim Militär ein, wo er sich unter anderem mit der zeitgemässen technischen Ausrüstung der Schweizer Armee beschäftigte. Er bekleidete den Rang eines Oberstbrigadiers. Ferner stand er der Uhrenindustrie als Berater und der Uhrenkammer als Mitglied zur Seite. Dem Schweizerischen Verband für die Materialprüfungen der Technik SVMT gehörte er ebenfalls viele Jahre lang an.
Handschrift
Geologische Beobachtung 1923 (Hs 390:2)
Bestand
In den Archiven und Nachlässe werden Briefe und Feldbücher von Ernst Brandenberger aufbewahrt. Im Biographischen Dossier werden weitere Informationen zu seinem Leben und Werk gesammelt. Im Bildarchiv befinden sich einige Porträts. Im Bibliotheksbestand sind einige Publikationen von Ernst Brandenberger vorhanden, die im Wissensportal bestellt werden können.
