Zum 140. Geburtstag des Elektrotechnikers Walter Wyssling (12. Januar 1862 bis 22. Februar 1945)
Leben
Nach seiner Diplomierung als Fachlehrer für Mathematik und Physik am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich im Jahre 1884 war Walter Wyssling mehrere Jahre als Ingenieur tätig, unter anderem als technischer Direktor der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, zu deren Mitbegründer er zählt.
Von 1895 bis 1927 wirkte er als Professor für angewandte Elektrotechnik an der ETH Zürich, von 1919 bis 1923 als deren Rektor. Er setzte sich für die Elektrifizierung der Schweizer Bahnen ein und amtierte als Generalsekretär der Schweizerischen Studienkommission für den elektrischen Bahnbetrieb. Lange Jahre war er auch im Vorstand des Schweiz. Elektrotechnischen Vereins. 1901 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Zürich, 1937 der Universität Lausanne. Er gilt als schweizerischer Pionier der Elektrotechnik.
Bestand
In den Archiven und Nachlässen der ETH-Bibliothek befindet sich unter den Signaturen Hs 559–561 ein kleiner Nachlass von Walter Wyssling mit Manuskripten, Korrespondenz und biographischen Dokumenten. Das dazugehörige Verzeichnis kann online eingesehen werden. Über seine Tätigkeit als Professor der ETH Zürich enthält das Schulratsarchiv zahlreiche Informationen, ebenso das biographische Dossier in den Archiven und Nachlässen.
Das Bildarchiv verfügt über Porträts und Ansichten aus dem Institut für Elektrotechnik.
Handschrift
Brief von Walter Wyssling an den Direktor der Schweizerischen Locomotiv- & Maschinenfabrik Winterthur vom 29. Februar 1891 (Hs 561:39), in dem er seine Kündigung als Chefingenieur einreicht. Wyssling war vom Zürcher Stadtrat zum "Adjunkten des Direktors des Licht- und Wasserwerks, speziell für das Elektrizitätswerk" gewählt worden.
