Wilhelm Oechsli (1851–1919)

Zum 150. Geburtstag des Historikers Wilhelm Oechsli (6. Oktober 1851 bis 26. April 1919)

Wilhelm Oechsli

Wilhelm Oechsli

Porträt aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek

Leben

Wilhelm Oechsli wurde am 6. Oktober 1851 in Riesbach bei Zürich geboren. Er studierte zunächst Theologie, dann 1871 bis 1873 Geschichte in Berlin (bei Theodor Mommsen) und in Zürich, wo er 1874 promovierte. Nach verschiedenen Auslandaufenthalten wurde er 1876 Gymnalsiallehrer in Winterthur. 1887 bis 1919 nahm er seine Aufgabe als erster Professor für Schweizer Geschichte am damaligen Eidgenössischen Polytechnikum, ab 1893 auch an der Universität Zürich, wahr. 1909 erhielt er von der Genfer Universität und, kurz vor seinem Tod am 26. April 1919 in Weggis/LU, auch von der Theologischen Fakultät der Universität Zürich den Ehrendoktortitel zugesprochen.

Zu seinen wichtigsten historischen Arbeiten gehören zum einen "Die Anfänge der Eidgenossenschaft", erschienen 1891 als offizielle Denkschrift zum 600jährigen Bestehen der Schweiz; zum andern der erste Teil der Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Eidgenössischen Polytechnikums 1905 mit dem Titel: "Geschichte der Gründung des Eidg. Polytechnikums mit einer Übersicht seiner Entwicklung 1855-1905". Zum dritten sei die "Geschichte der Schweiz im neunzehnten Jahrhundert" (2 Bde. 1903/1913) erwähnt.

Als Historiker legte Oechsli grossen Wert auf exaktes Quellenstudium und setzte sich mit den tradierten Geschichtsmythen und Geschichtsbildern und ihrer Bedeutung auseinander.

Handschrift

Oechslis Handschrift

Postkarte von Wilhelm Oechsli an Carl Schröter, Zürich, 15. I. 1904 aus dem Nachlass Carl Schröter, 
1855-1939, Prof. für Botanik an der ETH Zürich)

Bestand

In den Archiven und Nachlässen der ETH-Bibliothek befinden sich neben einem biographischen Dossier auch einzelne Skizzen aus dem Besitz von Wilhelm Oechsli sowie eine kleine Anzahl Schreiben von und an Wilhlem Oechsli.
Im Historischen Schulratsarchiv gibt es einige Hinweise auf seine Arbeit am damaligen Eidgenössischen Polytechnikum, unter anderem auf seine Wahl 1904 zum Redaktor der Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Schule oder auf seine Mitarbeit bei der Änderung des Namens des "Poly" in "Eidgenössische Technische Hochschule" 1911.



.