Scanner

Welcher Scannertyp sich für ein bestimmtes Projekt eignet, hängt von der Beschaffenheit der Vorlagen (Art, Zustand, Format usw.) und vom Projektumfang ab.

Bei empfindlichen Vorlagen sollte die Wahl der Geräte und Komponenten mit einem Experten abgestimmt werden.

Die wichtigsten Scannertypen im Überblick:

Beschreibung, VorteileNachteile
  • Scannen ungebundener Einzelseiten
  • Sehr schnelle Verarbeitung mit hohem Durchsatz (bis circa 50 Seiten/Minute) durch automatischen Einzug
  • Software erlaubt weitere Verarbeitungsschritte (z. B. Umwandlung in PDF)
  • Einfache Gerätebedienung
  • Aufschneiden der Dokumente
  • Beschränkte Scan-Qualität
  • Nicht geeignet für konservatorisch anspruchsvolle Vorlagen
  • Fehler in Form von doppeltem Seiteneinzug möglich
  • Beeinträchtigung der Leseeinheit durch Staubpartikel (kann sich im Verlauf der Zeit verstärken)
Beschreibung, VorteileNachteile
  • Scannen gebundener Vorlagen
  • Formatvorlagen bis A0 (je nach Art des Scanners)
  • Buchwippe als Hilfe zur optimalen Positionierung des Buches
  • Spezielle Aufsätze ermöglichen das schonende Scannen im Öffnungswinkel bis (min.) 90 Grad
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Zeitgleiches Erzeugen verschiedener Derivate (z. B. JPEG) neben der Masterdatei (TIFF)
  • Beschränkter Durchsatz durch manuelle Bedienung
  • Beim Arbeiten ohne Aufsatz muss sich das Dokument 180 Grad öffnen lassen
  • Mit Aufsatz verlangsamt sich der Scanprozess.
Beschreibung, VorteileNachteile
  • Sehr hoher Durchsatz
  • Schonende Verarbeitung (kleiner Öffnungswinkel)
  • Nur für bestimmte Bücher geeignet. Einschränkende Kriterien sind unter anderem Format oder Papierbeschaffenheit.
  • Buchdeckel und Falttafeln können nicht mit dem Scanroboter gescannt werden, deren Bearbeitung muss separat an einem Auflichtscanner erfolgen.

Treventus ScanRobot

Treventus ScanRobot

Beschreibung, VorteileNachteile
Spezialkonstruktionen wie der Grazer Buchtisch (Link verlässt diese Seite) oder der Wolfenbütteler Buchspiegel (Link verlässt diese Seite) ermöglichen eine schonende berührungslose Digitalisierung fragiler Vorlagen (wie z. B. Handschriften, Inkunabeln, Codices).Aufwendige individuelle Einstellungen und manuelle Handhabung haben einen geringeren Durchsatz zur Folge.
Beschreibung, VorteileNachteile
  • Für Bildvorlagen: Fotografien, Postkarten, Glasplatten, Dias, Negative
  • Geeignet für qualitativ hohe Ansprüche
  • Geeignet für Massendigitalisierung
  • Technisches bzw. fotografisches Know-how erforderlich
  • kameraspezifisches Zubehör erforderlich
Beschreibung, VorteileNachteile
  • Für Negative im Kleinbild- oder Mittelformat und Dias
  • Geeignet für Massendigitalisierung, stapelweise Verarbeitung
  • Einfache Bedienbarkeit
  • staubempfindlich
  • Grundkenntnisse in Bildbearbeitung erforderlich
Beschreibung, VorteileNachteile
3D-Kamerasystem (360° Objektdarstellung): aufeinanderfolgende Aufnahmen eines Objektes in einer 360°-Ansicht (1- oder 2-achsig). Und anschliessendes Zusammenfügen der Bilder durch einen 3D-Viewer
  • Je nach Art des Objekts zeitaufwändig
  • Qualität des Resultats hängt auch von den technischen Voraussetzungen des Viewers ab
Lasertechnologie: Erstellung einer so genannten Punktwolke mit zentralen Vermessungspunkten. Diese Punktwolke ist Ausgangsmodell für die virtuelle Rekonstruktion des Objektes.
  • Sehr aufwendiges System, für Massenproduktion nicht geeignet
  • Erfordert umfassendes technisches Know-How

Praxisbeispiel – 3D-Kamerasystem e-pics.ch

Auswahl des richtigen Geräts

Untenstehend findet sich eine Zusammenstellung der wichtigsten Kriterien zur Scannerwahl. Empfehlenswert sind Tests mit eigenem Material und standardisierten Testbildern zur Qualitätsprüfung. Diese werden in der Regel von den Geräteherstellern zur Verfügung gestellt. Mit guten Anbietern können auch Probephasen im eigenen Haus vereinbart werden.

Kriterien für die Bewertung von Scannern:

  • Bildqualität: Schärfe, Farbe, Auflösung, Verwendung von ICC-Profilen
  • Schonung der Dokumente: Scannen ohne Glas, unschädliches Licht, Öffnungswinkel
  • Scangeschwindigkeit im praktischen Einsatz
  • Handling, Flexibilität (unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten für eine optimale Auslastung)
  • Software, Ausgabeformate, Möglichkeit für Netzwerk- und Speicheranbindung
  • Transportfähigkeit, Ergonomie
  • Platzverhältnisse: Fläche, Raumhöhe
  • Lärmemissionen
  • Referenzen, Support, Wartung
  • Kosten