Der Forschungsdatenlebenszyklus

Als Forscherin und Forscher arbeiten Sie täglich mit einer Vielzahl von Forschungsdaten unterschiedlichster Art, welche massgeblich von Ihrer jeweiligen Forschungsdisziplin beeinflusst wird.

Forschungsdaten (Link verlässt diese Seite) existieren in unterschiedlichsten Dateiarten, -formaten und -grössen. Je nach Art Ihres Projekts kann es sich z.B. um Text, Code, Grafiken, Tabellendaten oder audiovisuelles Material handeln.

Im Laufe eines Projektes durchlaufen die Forschungsdaten einen von der Forschungsdisziplin weitgehend unabhängigen Lebenszyklus. Dieser beginnt mit der Projektidee und der folgenden Planung der Durchführung. Er schliesst die Datenmanagementplanung ein und reicht über die Erstellung, Analyse und Synthese von Forschungsdaten bis hin zu ihrer Publikation und Langzeitarchivierung, um so die Daten für eine mögliche Nachnutzung zu sichern.

Eine wissenschaftliche Nachnutzung der Daten ist nur dann möglich, wenn Sie Ihre Daten zu jedem Zeitpunkt im Lebenszyklus sorgfältig sichern, benennen und mit ausreichenden Metadaten versehen. Diese müssen notwendige Informationen und den Kontext zur Herkunft der Forschungsdaten und zum sachgemässen Umgang mit diesen Daten beinhalten.

Die Phase des «Aktiven Datenmanagements» umfasst die Erzeugung und Sammlung von Rohdaten sowie deren Analyse. In dieser Phase sollten Sie die Gewinnung der Primärdaten sowie die Analyseprozesse sorgfältig dokumentieren. So können Sie eine mögliche Nachnutzung durch Sie selbst oder durch Dritte ermöglichen und einen Informationsverlust verhindern.

Eine sorgfältige Datenmanagementplanung zu Beginn eines Forschungsprojektes hilft Ihnen

  • Forschungsdaten strukturiert abzulegen und sinnvoll zu benennen,
  • Datensätze mit Metadaten zu versehen,
  • zu jedem Zeitpunkt im Datenlebenszyklus nachzuvollziehen, wie Sie zu den bisherigen Daten und Resultaten gelangt sind.
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