Rechtliche Aspekte

Erstveröffentlichung

Bei einer Erst-Publikation in der Research Collection verbleiben das Urheber- und das Nutzungsrecht an dem publizierten Werk bei der Autorin / dem Autor. Das bedeutet, dass einer zukünftigen anderweitigen Veröffentlichung Ihrer Forschungsergebnisse (zum Beispiel bei einem kommerziellen Verlag) keine rechtlichen Gründe im Wege stehen.

Im Publikationsprozess der Research Collection besteht zudem die Möglichkeit, durch die Vergabe einer Creative-Commons-Lizenz (Link verlässt diese Seite) zu bestimmen, in welchem Umfang Ihr Werk von Dritten nachgenutzt werden darf.

Zweitveröffentlichung

Möchten Sie einen Zeitschriftenartikel oder einen anderen Beitrag auf dem "Grünen Weg" des Open Access in der Research Collection zweitveröffentlichen, müssen Sie die urheberrechtlichen Vereinbarungen, die Sie als Autor / Autorin mit dem Verlag getroffen haben, einhalten.

Artikelversion

Viele Verlage erlauben die Veröffentlichung von Preprints oder Postprints (auch: Author's Accepted Manuscript, AAM) auf einem institutionellen Repositorium wie der Research Collection.

Ein Preprint ist die Manuskriptversion eines Artikel vor dem Begutachtungsprozess (Peer Review)

Ein Postprint ist die Manuskriptversion eines Artikels nach dem Begutachtungsprozess (Peer Review). Der Postprint...

  • ist das von der Autorin oder dem Autor zuletzt geschriebene, vom Verlag zur Publikation angenommene Manuskript.
  • beinhaltet alle Revisionen, die im Verlauf des Begutachtungsprozesses gemacht wurden
  • ist inhaltlich gleichwertig mit der publizierten Version
  • ist vom Autor / von der Autorin gestaltet
  • hat kein Verlags-Layout und enthält keine Verlags-Logos

Nur selten gestatten Verlage die Verwendung des publizierten Verlags-PDF für die Veröffentlichung auf einem Repositorium.

Sperrfirst

Manche Verlage erlauben die Veröffentlichung von Artikeln auf Repositorien erst nach einer gewissen Sperrfrist ab dem Erstveröffentlichungsdatum. Dieses sogenannte Embargo kann zwischen 2 und 36 Monaten variieren.

Hat Ihre Zeitschrift ein Embargo festgelegt, können Sie Ihren Artikel dennoch jederzeit in die Research Collection hochladen. Das Ablaufdatum des Embargos geben Sie beim Hochladen der Datei an, die Datei wird dann automatisch erst zu diesem Zeitpunkt freigeschaltet.

Wo informieren?

Die SHERPA/RoMEO-Datenbank (Link verlässt diese Seite) gibt Auskunft über die Zweitveröffentlichungs-Richtlinien zahlreicher wissenschaftlicher Zeitschriften und Verlage.

Bitte beachten Sie jedoch, dass im Zweifel nur rechtsgültig ist, was im Verlagsvertrag (Copyright Transfer Agreement, License to Publish) vereinbart wurde.

Liegt kein Verlagsvertrag vor, gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Verlages

Autorenrechte sichern

Im Idealfall prüfen Sie vor dem Unterzeichnen eines Verlagsvertrags, ob und unter welchen Bedingungen eine Zweitpublikation auf einem Repositorium erlaubt ist.

Ist dies nicht der Fall, können Sie versuchen, ein solches Recht mit dem Verlag auszuhandeln, beispielsweise indem Sie dem Vertag ein Autoren-Addendum beigeben und dieses gegenzeichnen lassen (z.B. das SPARC Author's Addendum (Link öffnet ein neues Fenster) (pdf, 129 kB)).

Darüber hinaus können Sie auch nachträglich das Einverständnis eines Verlags, eine Publikation in der Research Collection zugänglich zu machen, einholen.

Nutzungsbedingungen der Research Collection

Autorinnen und Autoren publizieren Ihre Werke entsprechend den in den Nutzungsbedingungen (Link verlässt diese Seite) festgelegten Richtlinien. Beim Hochladen Ihres Werkes werden Sie zudem aufgefordert, der ETH-Bibliothek eine Nutzungserlaubnis zu übertragen, indem Sie den Bedingungen für das Einreichen und die Nutzung eines Werkes (Link verlässt diese Seite) zustimmen.