Domino

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Privatbesitz

Domino ist ein beliebtes Gesellschaftsspiel, bei dem mindestens zwei Spieler nacheinander ihre Steine so ablegen, dass jeweils Felder mit der gleichen Augenzahl aneinander grenzen. Gewonnen hat, wer zuerst seine Steine abgesetzt hat. Bei der häufigsten Variante, dem Sechser-Domino, wird ein Dominostein aus zwei Quadraten mit den Zahlen von 0 bis 6 gebildet. Für die Zahl 0 steht ein leeres Feld, die anderen Zahlen entsprechen den Augen des Spielwürfels. Ein Set enthält 28 Steine.

Eine beliebte Beschäftigung mit den Dominosteinen ist das Legen von Figuren. Wie beim Dominospiel müssen Steine mit gleichen Augenzahlen aneinander stossen. Man beschränkt sich meist auf symmetrische Muster.

Domino – Geschichte

Um Ursprung und Geschichte des Dominospiels ranken sich viele Legenden. Angeblich wird es in China vor Jahrhunderten erfunden und von Marco Polo nach Europa gebracht. Danach soll es in Vergessenheit geraten und erst später in Italien oder Frankreich wieder entdeckt worden sein. Das chinesische Dominospiel lässt sich aber erst im 12. Jahrhundert in China nachweisen. In Europa setzt sich das Sechser-Domino erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch. Heute ist Domino in der ganzen Welt verbreitet. Als Kinderspiel ist es auch mit Abbildungen an Stelle von Zahlen bekannt.

Domino – Mathematik

Das mathematische Interesse richtet sich auf kombinatorische Fragen, wie etwa die Bestimmung der Anzahl möglicher Ketten. Diese Frage wird Mitte des 19. Jahrhunderts gestellt und von Michel Reiss (1871) und Gaston Tarry (1886) beantwortet.

Der französische Mathematiker Edouard Lucas interessiert sich speziell für Quadrillen. Es sind dies kompakte Figuren aus allen 28 Steinen, in denen je 2x2 Quadrate mit gleichen Augenzahlen auftreten. Bei der am häufigsten betrachteten Variante gibt es laut Henry Auguste Delannoy 34 verschiedene Lösungen, wenn man diejenigen, die durch Permutation der Zahlen und Symmetrien entstehen, nicht mitzählt.