Roulette

Roulette

Schweizerisches Spielmuseum, La Tour-de-Peilz

Roulette gehört zu den klassischen Glücksspielen und ist in jedem Spielkasino zu finden. In einem rotierenden Kessel wird mit Hilfe einer Kugel eine Zufallszahl zwischen 0 und 36 ermittelt. Die Spieler setzen zuvor auf eine bestimmte Zahl oder Zahlengruppe, indem sie ihre Jetons auf die entsprechenden Felder des Spieltisches legen. Die Gewinne werden je nach Art der Gewinnchance in festgelegten Quoten ausgezahlt.

Roulette – Geschichte

Über die Anfänge des Roulettespiels wird viel spekuliert. So soll die Idee der Kugel im rotierenden Kessel von französischen Missionaren im 16. Jahrhundert aus dem Fernen Osten nach Frankreich gebracht worden sein. Nach einer anderen Theorie sollen Mönche in Venedig schon im Mittelalter eine Art von Roulettekessel entwickelt haben. Die Behauptung, die Erfindung des Roulettespiels sei auf den Mathematiker und Philosophen Blaise Pascal zurückzuführen, beruht wahrscheinlich auf einem Missverständnis. Mit einiger Sicherheit beginnt sich das Roulette erst im 18. Jahrhundert in Frankreich zu seiner heutigen Form zu entwickeln. Es wird bald zum beliebtesten Spiel in den Casinos. In den 1830er Jahren wird es in Frankreich für annähernd ein Jahrhundert verboten. Verschiedene Spielvarianten etablieren sich im Laufe des 19. Jahrhunderts in Europa und Amerika.

Roulette – Mathematik

Die Wahrscheinlichkeiten beim Roulette beruhen auf der Symmetrie des Spiels und damit auf abstrakten Überlegungen. Der Spieler kann allerdings das Risiko, mit dem er spielen will, selber bestimmen. Eine interessante Frage stellt sich beim Beobachten einer längeren Spielserie. Es gilt das Gesetz der grossen Zahlen, das um 1690 von Jakob Bernoulli bewiesen wird: Im Verlauf einer Versuchsreihe nähern sich die relativen Häufigkeiten eines Ereignisses beliebig nahe der Wahrscheinlichkeit des Ereignisses an. So bewegt sich beispielsweise der relative Anteil der roten Zahlen immer weiter auf die Zahl 18/37 hin. Ein Gesetz des absoluten Ausgleichs gibt es hingegen nicht, das heisst, es ist nicht unvernünftig, nach 10 Mal rot ein weiteres Mal auf rot zu setzen.