Sonne, Erde und Mond

Die Drehbewegung der Erde um die Sonne sowie des Mondes um die Erde spielen bei der Erklärung von Sonnenfinsternissen ebenso eine Rolle wie die Grössenverhältnisse zwischen Mond und Sonne. Eigentlich entstehen die Sonnenfinsternisse aus Zufall.

Während seiner Erdumrundung, die von der Erde aus gesehen rund 29,5 Tage dauert, wird der Mond von der Sonne beleuchtet. Er erzeugt einen Schatten, dessen Länge von rund 370 000 Kilometern ungefähr der Distanz zwischen Erde und Mond entspricht. Einmal im Monat – bei Neumond – steht der Mond fast genau zwischen Sonne und Erde. Erreicht sein Schatten die Erde, sehen die Menschen, die im Schattengebiet leben, eine verdeckte Sonne, eine Sonnenfinsternis. Dies ist aber nur möglich, wenn Sonne, Mond und Erde sich nahezu auf einer Linie befinden.

Der Sonnendurchmesser ist rund 400mal grösser als der Monddurchmesser, aber die Entfernung der Sonne von der Erde ist ebenfalls rund 400mal grösser als diejenige des Mondes. Von der Erde aus gesehen sind somit Sonne und Mond ungefähr gleich gross; deshalb sind totale Sonnenfinsternisse überhaupt möglich. Die Sonne ist aber nicht immer gleich gross, weil die Bahn der Erde eine Ellipse und kein Kreis ist. Nur wenn der Mond im erdnahen Teil seiner Bahn steht, erscheint er gross genug, um die Sonne ganz abdecken zu können.

Gerade Sonnen- und Mondfinsternisse haben schon alte Völker dazu geführt, zu denken, dass Mond und Erde rund und freischwebend sein mussten.

Peter Apian (1495–1552)

Der Holzschnitt aus der "Cosmographia (Link verlässt diese Seite)" (Antwerpen, 1540) zeigt am Beispiel der Mondfinsternisse, dass die Erde rund sein muss.

Sonnenfinsternis in der Kupfer-Bibel

Johann Jakob Scheuchzer (Link verlässt diese Seite) erläutert in der "Kupfer-Bibel (Link verlässt diese Seite)" mit der Schöpfung von Sonne, Mond und Sternen auch das Phänomen der Mond- und Sonnenfinsternisse.

Johann Andreas Pfeffel (1674–1750)

In diesem Stich ist die Darstellung des Mondschattens, der die Erde streift, besonders interessant.