Eugen Meyer-Schweizer (1857–1936)

Professor für Maschinenbau und Maschinenzeichnen

Eugen Meyer erblickte am 4. Dezember 1857 in Herisau das Licht der Welt.

Sein Vater Johann Martin Meyer (1825–1893) war Landeshauptmann (1867–1871) und Landesstadthalter (1871–1872) der Gemeinde Herisau. Er galt als Förderer des Strassen-, Schul- und Vormundschaftswesens.

Eugen Meyer besuchte die Kantonsschule in St. Gallen und absolvierte danach eine zweijährige Lehrzeit in den Werkstätten der Gebrüder Sulzer (external link) in Winterthur.

Studium in Stuttgart

Nach Abschluss seiner Lehre zog es ihn 1878 nach Stuttgart, um am dortigen Polytechnikum Maschinenbau zu studieren. 1882 schloss er sein Studium als dipl. Maschineningenieur ab.

Militärdienst

Zurück in der Schweiz, erfüllte er zuerst seinen Militärdienst, bevor er 1883 die Stellung im Konstruktionsbüro der Maschinenfabrik von J. Rieter (external link) in Töss antrat.
Dort beschäftigte er sich bis 1885 hauptsächlich mit der Konstruktion von Turbinen und Transmissionen.

Deutschland

Danach wurde Meyer nach Cannstatt an die Filiale für Elektrotechnik der Maschinenfabrik Esslingen berufen. Dort hatte er die Aufgabe, die damals noch sehr unförmigen Dynamomaschinen zu verbessern. 1886 folgte Meyer einem Ruf als Professor für Maschinenbau an die königliche Baugewerbeschule in Stuttgart, wo er bis 1894 tätig war. Sein Unterricht beinhaltet Maschinenelemente, Hebezeuge und Wassermotoren. Zudem leitete Eugen Meyer auch ein elektrisches Laboratorium und unterrichtete im Fach Elektrotechnik.

Zeit am Polytechnikum

In der Sitzung vom 23. Januar 1894 wählte der Schweizer Bundesrat, Eugen Meyer, als Ersatz für den verstorbenen Professor Fritz, zum Professor für Maschinenzeichnen, Maschinenbau und Maschinenkonstruieren am eidgenössischen Polytechnikum. Wie üblich galt eine Amtsdauer von zehn Jahren. Die feste Besoldung betrug Fr. 7500.- pro Jahr. Am Polytechnikum hatte er die Aufgabe, die Studenten der mechanisch-technischen Abteilung in seinen Fächern zu unterrichten. Seine Anstellung wurde 1904 und 1914 erneuert.

Nach fast dreissigjähriger Tätigkeit wurde er auf den 31. März 1923 in den Ruhestand versetzt. Eugen Meyer-Schweizer verstarb am 20. März 1936 im Alter von 79 Jahren.

Bestand

Über das Leben von Eugen Meyer-Schweizer informiert das biographische Dossier, zu finden im Hochschularchiv der ETH Zürich.