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«Couldn't Enusa do something profitable with the money that is available?»

Äusserungen des amerikanischen Experten L. W. Fromm betreffend die schweizerischen Reaktorprojekte, 30.5.1959 und 3.6.1959. BAr E 8210(A), Akz. 1992/30, Bd. 24.

     
Enusa – ein Reaktor für die Westschweiz

In der Westschweiz wurde 1957 unter dem Namen «Energie Nucléaire S. A.» (Enusa) eine Industriegruppe gegründet, die einen eigenen Reaktortyp entwickeln wollte. Am Projekt beteiligt waren unter anderem die beiden Genfer Maschinenfirmen Charmilles und Sécheron und das Planungsbüro Bonnard & Gardel in Lausanne. Finanziell unterstützt wurde die Gruppe von Westschweizer Elektrizitätsgesellschaften und Gemeinden. Das Reaktorkonzept wurde nicht selber entwickelt, sondern in Form von Plänen und Berechnungen vom amerikanischen National Laboratory in Argonne übernommen.
Mit dem Entscheid zum Bau eines Siedewasser-Reaktors grenzte sich die Enusa bewusst von der Reaktor AG ab, die ihrer Meinung nach von der Deutschschweizer Maschinenindustrie dominiert war.

Plan de situation, Enusa 1959, Vorprojekt, Archiv der ETH Zürich, ARK-NGA-2.1
           
Das von der Enusa geplante Versuchsatomkraftwerk sollte seinen Standort in einer Kaverne in der Nähe von Lucens VD finden. Da das Eigenkapital der Gesellschaft für den Bau nicht reichte, wurde 1959 beim Bund ein Subventionsgesuch eingereicht. Bei der Deutschschweizer Industrie erhob sich starker Widerstand gegen diesen Reaktortyp - nicht aber gegen den Standort und die Kavernenbauweise in Lucens -, denn insbesondere die Reaktor AG in Würenlingen besass kein Know-how für Siedewasserreaktoren.
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