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«It is time that all curtains whether of guns or laws or regulations should begin to come down»

US-Präsident Dwight D. Eisenhower. Opening Statement at the Geneva Conference, 18.7.1955.

     
  Vollbesetzter Konferenzsaal, Bildarchiv: Com_M04-0232-5
         

Genfer Atomkonferenz von 1955

Im August 1955 fand im Genfer Palais des Nations die erste «Atoms for Peace»-Konferenz statt, die den Beginn des friedlichen Atomzeitalters markieren sollte. Der amerikanische Präsident Eisenhower hatte bereits 1953 vor der UNO-Vollversammlung gefordert, sämtliches Wissen über zivile Atomenergienutzung allen Nationen zugänglich zu machen. Mitten im Kalten Krieg wurde insbesondere die Sowjetunion dazu aufgefordert, ihre Forschungsergebnisse mit dem Westen auszutauschen.

Für die Genfer Konferenz waren 1067 Beiträge eingereicht worden, insgesamt nahmen 1426 Delegierte aus 73 Ländern daran teil. An der Konferenz war die Schweiz mit einer 41-köpfigen Delegation aus Wissenschaft und Industrie vertreten. Mit dabei waren auch die Direktoren Pierre de Haller von Sulzer und Walter Boveri von BBC.

Weiter wurde an der Konferenz ein amerikanischer Forschungsreaktor aufgebaut und vorgeführt. Paul Scherrer und Walter Boveri gelang es, diese Anlage für die Schweiz zu erwerben und bei der Reaktor AG in Würenlingen in Betrieb zu nehmen. Bei vielen Firmen wirkte die Konferenz als Auslöser, sich intensiv mit Atomenergie zu befassen und sich auch an der Reaktor AG zu beteiligen.

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