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Destruktiv oder konstruktiv?

       
               
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Bereits in den ersten Tagen nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 entfaltete sich in den Schweizer Medien eine intensive Debatte über die Atomenergie. Einerseits kam der Schrecken über die atomare Zerstörungskraft zum Ausdruck, andererseits ging eine starke Faszination von der Aussicht auf eine zivile Nutzung der neuen Energieform aus. Dies wurde in einem Zeitungsartikel unter dem Titel «Destruktive oder konstruktive Auswertung der Atomenergie?» zusammengefasst. Die Amerikaner veröffentlichten Ende August 1945 einen umfassenden Bericht über die Atombombenentwicklung, den sogenannten «Smyth-Report». Darin wurde alles kerntechnische Wissen veröffentlicht, das nicht länger der Geheimhaltung unterlag. Unter anderem wurde auch der Bau der ersten Reaktoren beschrieben.

Trotz Hinweisen auf die umfassenden physikalischen und industriellen Probleme kannten im Herbst 1945 die Utopien bezüglich Nutzbarmachung der Atomenergie keine Grenzen. Das Atomzeitalter war angebrochen und man erhoffte sich von diesem die Beseitigung aller Probleme der Energieversorgung, Biologie und Medizin. Weiter wurden Utopien entwickelt, in denen Atomenergie Autos, Schiffe und sogar Turbinen von Flugzeugen antreiben sollte.

 
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