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«Es werden sehr hohe technische und charakterliche Anforderungen an das Betriebspersonal gestellt werden müssen»

Suisatom Geschäftsbericht 1957/58

     
Suisatom

1957 gründeten fünf namhafte Schweizer Elektrizitätsunternehmen die «Suisatom» mit dem Ziel, zu Versuchszwecken ein kleines Kernkraftwerk zu bauen. Die Gruppe beauftragte BBC Brown Boveri mit der Planung einer unterirdischen Anlage im aargauischen Villigen, für die ein kleiner Siedewasserreaktor von der amerikanischen Firma General Electric gekauft werden sollte. Die Suisatom wollten Betriebserfahrungen für spätere Leistungs­atomkraftwerke sammeln und Betriebspersonal ausbilden. BBC setzte sich für das Projekt ein, weil sie Gelegenheit für den Bau eines Referenz-Kernkraftwerks mit eigenen Turbinen und Generatoren erhielt. Für den Kauf des Reaktors lag bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vor.

Foto vom Modell des Suisatom-Kraftwerks, ArABB Bild Nr. 106188

 
Im September 1959 begann der Bundesrat auf die Suisatom einzuwirken, so dass sie schliesslich auf das «Aare»-Kraftwerk in Villigen verzichtete und sich ebenfalls an der Entwicklung eines Schweizer Reaktors beteiligte. Das Engagement im späteren Lucens-Projekt war allerdings nur halbherzig: Im Februar 1964 scherten die «Nordost­schweizerischen Kraftwerke AG» (NOK) aus dem Entwicklungsprozess aus und gaben den Entscheid für das Kernkraftwerk Beznau und den Import eines amerikanischen Leistungsreaktors bekannt.
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