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Jakob Ackeret (1898–1981)

Aus Anlass des 20. Todestags von Jakob Ackeret (1898–1981) hat die ETH-Bibliothek die virtuelle Ausstellung überarbeitet, die anlässlich des 100. Geburtstages parallel zu einer realen Ausstellung geschaffen worden war.

Kennzeichnend für den langjährigen ETH-Professor war seine Vielseitigkeit, die auf experimentellen Untersuchungen im Windkanal basierte. Jakob Ackeret leistete wichtige Beiträge im Bereich des Flugzeugbaus, des Überschallflugs und der Weltraumfahrt, aber er wandte seine Methode auch erfolgreich beim Brücken-, Tunnel- oder Hochbau an.

porträt

Am Ausgangspunkt seiner vielseitigen Forschung stand das von ihm 1934 gegründete Institut für Aerodynamik der ETH mit seinem Windkanal und Überschallwindkanal, dem ersten auf der Welt, der in einem geschlossenen Kreislauf arbeitete. Als Wissenschaftler erlangte Ackeret einen internationalen Ruf, der ihm nebst zahlreichen akademischen Ehrungen und vielen ausländischen Besuchern am Institut auch die Einladung zu einer Vortragstournee durch die USA zum Thema der Raketentechnik im Jahre 1954 einbrachte.

Auf nationaler Ebene erlangte er grossen Einfluss im Bereich des Flugzeugbaus, u.a. als Präsident der Eidgenössischen Kommission für militärische Flugzeugbeschaffung. Zusammen mit Curt Keller von der Escher Wyss AG entwickelte Jakob Ackeret die nach ihnen benannte AK-Anlage, eine mit Luft in geschlossenem Kreislauf arbeitende Kraftmaschine, mit welcher die Dampfturbine in thermischen Kraftwerken erfolgreich eingeführt wurde. Und schliesslich soll nicht vergessen werden, dass der Schweizer Aerodynamiker den Begriff "Mach" für die Bezeichnung des Verhältnisses von Fluggeschwindigkeit zur Schallgeschwindigkeit einführte – in Erinnerung an den berühmten Physiker Ernst Mach.

Die in der Ausstellung gezeigten Fotos, Pläne, Dokumente und ein Video stammen zum grössten Teil aus den Beständen des Archivs der ETHZ. Hier befinden sich u.a. der Nachlass von Jakob Ackeret (Hs 552-553) und seines Mitarbeiters Zbigniew Plaskowski (Hs 1049). Weiteres Material stammt aus dem Schulratsarchiv und aus dem Matrikelarchiv des Rektorats der ETHZ. Diese Dokumente konnten durch Fotoalben aus dem Privatbesitz der Familie Ackeret und durch Objekte aus dem Institut für Fluiddynamik ergänzt werden.
 

Jakob Ackeret (1898–1981)

  • 1916–1920 Studium Maschineningenieur an der ETH
  • 1920 Assistent bei Prof. Stodola
  • 1921-27 in Göttingen
  • 1927-31 Chefhydrauliker bei Escher Wyss AG
  • 1928 Habil., PD an der ETH
  • 1930 Promotion
  • 1931 a.o. Prof. für Aerodynamik an der ETH
  • 1934-1967 o. Prof., Vorstand des Instituts für Aerodynamik
  • 1954 USA-Reise.
 
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Redaktion: Dr. Rudolf Mumenthaler
Letzte Änderung: 9. Januar 2001