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Jakob Ackeret (1898–1981)

Chefingenieur bei Escher Wyss in Zürich


Jakob Ackeret übernahm 1927 das Labor für Hydraulik und Strömungsmaschinen bei der Escher Wyss AG in Zürich als Chef-Hydrauliker und baute hier mit Erfolg das hydraulische Versuchswesen auf. Allerdings befasste er sich nicht nur mit hydraulischen Maschinen, sondern er versuchte die neuen Erkenntnisse der Aero-, Hydro- und Gasdynamik auch bei Dampfturbinen, Gasturbinen und Kompressoren anzuwenden. Bei den traditionellen Maschinenbauern aus der thermischen Richtung (Dampfmaschinen) stiessen damals die modernen Lehren der Strömungsforschung noch auf grosse Skepsis. Doch Ackeret vermochte vor allem junge Ingenieure für seinen zukunftsweisenden Weg zu gewinnen. Dieser Weg führte zur Gasturbine, wie sie später von Ackeret und C. Keller bei Escher-Wyss entwickelt wurde (siehe Abschnitt wissenschaftliche Verdienste).

Escherwyss

Mitarbeiter der Escher Wyss mit Kaplan-Turbine, 1930. Jakob Ackeret befindet sich unten links. (Quelle:ETH-Bibliothek)

Curt Keller: Aus dem Werdegang der aerodynamischen Wärmekraftanlagen (AK-Anlage). In: ZAMP IXb (1958) S.47-52.

Privatdozent an der ETH Zürich

Ackeret

Jakob Ackeret um 1935

1928 wurde Ackeret zum Privatdozenten an der ETH Zürich berufen. Er habilitierte sich mit der Schrift "Über Luft-Kräfte bei sehr grossen Geschwindigkeiten insbesondere bei ebenen Strömungen". Als Referenten traten Aurel Stodola und Paul Scherrer auf, die beide für die Annahme der Habilitation eintraten. In der Habilitationsschrift schlug Ackeret zur Bezeichnung des Verhältnisses von Geschwindigkeit eines Flugkörpers zur Schallgeschwindigkeit v/a den heute populären Begriff Mach vor, zu Ehren des Physikers Ernst Mach. Dieser hatte 1887 mit Hilfe der Schlierenmethode die Kopfwelle von mit Überschallgeschwindigkeit fliegenden Geschossen zum ersten Mal sichtbar gemacht und photographiert. Die sich kugelförmig ausbreitenden Störungswellen, die sich nicht in Fluggeschwindigkeit ausbreiten können, bilden den sog. Mach'schen Kegel.
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Redaktion: Dr. Rudolf Mumenthaler
Letzte Änderung: 9. Januar 2001