Georgius Agricola 1494 - 1555

Abb. aus: Georgius Agricola, Vom Bergkwerck XII Bücher, Basel 1557. Signatur: Rar 3170

Abb. aus: Georgius Agricola,
Vom Bergkwerck XII Bücher, Basel 1557.

Signatur: Rar 3170

Bewetterung

Bereits zu Agricolas Zeit war die Versorgung des Bergwerks mit frischer Luft lebenswichtig. In tiefen Stollen und langen Schächten wurde bei mangelnder Belüftung der Sauerstoff knapp. Giftige und explosive Grubengase wie Radon oder Methan stellten für die Bergleute eine zusätzliche Gefahr dar. Wo der natürliche Luftzug für die Bewegung der Wetter (Luftmassen) nicht ausreichte, kamen "Wettermaschinen" zum Einsatz. Das konnten, wie im vorliegenden Beispiel, Bretterverschläge oder trichterförmige Konstruktionen sein, die den Wind auffingen und in den Schacht hineinführten. Daneben gab es ausgeklügelte Vorrichtungen mit Kurbelbetrieb, die die Luft in den Schacht pumpten, oder Blasebalg­konstruktionen, die durch Menschen- oder Pferdekraft angetrieben wurden. In modernen Bergwerken kommen elektrische Ventilatoren und Kühlmaschinen zum Einsatz.

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