Georgius Agricola 1494 - 1555

Abb. aus: Georg Engelhard von Löhneyss, Gründlicher und aussführlicher Bericht von Bergwercken, Stockholm/Hamburg 1690. Signatur: 4535

Abb. aus: Georg Engelhard von Löhneyss,
Gründlicher und aussführlicher Bericht von
Bergwercken, Stockholm/Hamburg 1690.

Signatur: 4535

Fördertechnik

Wenn die Stollen eines Bergwerks nicht direkt an die Erdoberfläche führten, musste das abgebaute Material vertikal zu Tage gefördert werden. Die Förderung erfolgte mit Kübeln von bis zu 0.2 Kubikmetern Fassungsvermögen und einer Handhaspel (bis zu einer Tiefe von ca. 50 m). Der Vorgang dauerte ungefähr 6 Minuten. Für grössere Tiefen verwendete man Pferdegöpel (bis ca. 250 m) beziehungsweise Wasserräder (bis 550 m Tiefe). Mit diesen Maschinen konnte die Fördergeschwindigkeit zu Agricolas Zeiten auf maximal 1.4 Meter pro Sekunde gesteigert werden. In heutiger Zeit wird mit Geschwindigkeiten von 18 Metern pro Sekunde gefördert. Die Abbildung zeigt einen Pferdegöpel mit der typischen kegelförmigen Dachkonstruktion. Göpel sind noch in einigen Ländern Mitteleuropas als technische Denkmäler erhalten. Sie wurden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, danach durch dampfbetriebene Fördermaschinen ersetzt.

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