Georgius Agricola 1494 - 1555

Georgius Agricola: De re metallica libri XII, Basel, 1556, ETH-Bibliothek., Signatur: Rar 3119

Georgius Agricola: De re metallica libri XII,
Basel, 1556
ETH-Bibliothek, Signatur: Rar 3119

Einer der Holzsschnitte in De re metallica zeigt
am linken Bildrand einen Gelehrten, der sich Notizen
macht, während ihm ein Assistent das Tintenfass hält.
Man vermutet, dass hier Agricola selber bei seinen
Aufzeichnungen dargestellt ist.

Georgius Agricola: Universalgelehrter und Renaissancemensch

Aus einfachen Verhältnissen stammend, durchlief Georgius Agricola eine erstaunliche Karriere. Sein Studium in Leipzig brachte ihn in Kontakt mit bedeutenden Humanisten wie etwa Petrus Mosellanus, der seinerseits gute Verbindungen mit Martin Luther, Erasmus von Rotterdam oder Johannes Reuchlin unterhielt. Agricolas Beziehungen zu zeitgenössischen Gelehrten spiegeln sich auch in den Widmungsbriefen seiner Werke. Die Vielseitigkeit seiner Arbeiten, die sich neben der Bergbaukunde, Geologie und Mineralogie auch mit Pädagogik, Metrologie und Geschichte befassen, machen Agricola zu einem humanistischen Universalgelehrten von europäischem Rang.

Als Schulmeister in Zwickau begegnet Agricola erstmals dem Bergbau im Erzgebirge. Später, nach den medizinischen Lehr- und Wanderjahren in Italien, wird Agricola 1526 als Stadtarzt und Apotheker nach St. Joachimsthal berufen und kann sich nun neben der Medizin auch intensiv der Montanwissenschaft und der Metrologie widmen. Es beginnt einer der produktivsten Abschnitte seines Lebens. 1531 lässt sich Agricola als Stadtarzt und Apotheker in Chemnitz nieder. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratet er in eine der reichsten Chemnitzer Familien ein. Sein Ansehen ist so gross geworden, dass ihn sein Landesherr, Moritz von Sachsen, viermal für je ein Jahr zum Bürgermeister von Chemnitz bestellt. Überdies wird er von ihm mehrfach mit diplomatischen Missionen betraut.

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