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Die Werke Tycho Brahes (1)
 
e nova et nullius aevi memoria prius visa stella, iam pridem à nato Christo 1572, mense Novembri primum conspecta. Kopenhagen 1573 / Faksimile: Kopenhagen 1901.

Signatur ETH-Bibliothek: R 1969/539 (Rar)
nova stella
 
Ab 11. November 1572 beobachtete Tycho Brahe im Sternbild Cassiopeia wie viele seiner Zeitgenossen einen "neuen Stern" (heute: eine Supernova) bis zu dessen Verschwinden achzehn Monate später. Systematische Messungen ergaben, dass die Erscheinung sich nicht fortbewegte. Daraus schloss Tycho Brahe, dass sie sich nicht innerhalb einer der sich stetig drehenden Planetensphären befinden konnte, sondern weiter entfernt in der bis dahin als unwandelbar geltenden Fixsternsphäre liegen musste. Nebst der Unbeweglichkeit war dies der Grund, weshalb es sich nicht um einen Kometen handeln konnte. Kometen und Meteore tauchten nach damaligem Verständnis nur zwischen Mond und Erde in der oberen Luftregion auf. Weiter zeigte die Erscheinung nicht das gewohnte Aussehen eines Kometen.
   
Nachdem schon etliche Druckschriften mit unbefriedigenden Erklärungen der neuen Himmelserscheinung im Umlauf waren, veröffentlichte Tycho Brahe auf Drängen von Freunden und Verwandten 1573 in De nova stella eine Zusammenfassung seiner Beobachtungsresultate und deren Interpretation. Tycho Brahe verbreitete nur wenige Exemplare und übernahm später den Inhalt in sein weitaus umfangreicheres, erst nach seinem Tode fertig gedrucktes Werk Astronomiae instauratae progymnasmata.
   
   
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