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Die Werke Tycho Brahes (2) |
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e mundi aetherei recentioribus phaenomenis
liber secundus. De cometa anni 1577. Uraniborg 1588, zusätzliche
Blätter Prag 1603.
Signatur ETH-Bibliothek: 11 677 (Rar) |
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Das Buch über den Kometen
von 1577 war als zweiter Band der Astronomiae instauratae progymnasmata geplant
gewesen. Da sein Inhalt weniger zusätzlicher Abklärungen bedurfte,
war er wesentlich früher vollendet als der erste. Tycho Brahe legt darin
dar, dass der Komet sich nicht im Raum zwischen Erde und Mond befinden und kein
atmosphärisches Phänomen sein konnte, sondern sich in einer
entlegeneren Planetensphäre in einer den Planeten entgegengesetzten
Richtung bewegen musste. Aufgrund der Beobachtungen (und weiterer
Gründe, die er in Briefen an Freunde nennt) verwirft Tycho Brahe im 8.
Kapitel das System der Planeten- und Fixsternsphären von Ptolemaeus.
Allerdings befriedigte ihn auch die einfache geometrische Lösung der auf
Kreisbahnen um die Sonne ziehenden Planeten nicht, die Copernicus einige
Jahrzehnte zuvor postuliert hatte. Zwar verstiess sie nicht gegen mathematische
Gundsätze, doch stand sie nicht mit den gültigen naturphilosophischen
Annahmen in Einklang. Die schwere und träge Erde konnte sich nach Tycho
Brahes Meinung unmöglich bewegen. Zudem widersprach das copernicanische
System der Bibel. |
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| Tycho Brahe
konstruierte daher eine eigene Theorie der Planetenbewegungen, die die
mathematischen und naturphilosophischen Prinzipien in Einklang bringen und den
theologischen Lehren nicht widersprechen sollte. Die Erde war Mittelpunkt des
Weltalls, der Sonnen- und Mondbahn sowie der Fixsternsphäre. Die Sonne
dagegen war Mittelpunkt aller Planetenbahnen und drehte sich mitsamt den
Planeten um die Erde. Auf diese Weise liessen sich die Unregelmässigkeiten
der Planetenbewegungen erklären. |
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