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BIOGRAPHIE: ENTDECKUNGEN  
   
Im Jahr 1572 beobachtet Brahe einen "neuen Stern" im Sternbild Cassiopeia und weist nach, dass sich das neue Gestirn ausserhalb der Mondbahn befindet. 1573 veröffentlicht er darüber einen ersten Bericht, den er in seinem späteren Werk "Astronomia Instaurata Progymnasmata" wieder aufgreift. Im Jahr 1577 beobachtet Tycho Brahe einen Kometen. Seine Messungen ergeben, dass es sich um ein astronomisches Phänomen und nicht um eine Erscheinung in der Erdatmosphäre handelt.
Die Ergebnisse veröffentlicht er 1588 in "De mundi Aetheri Recentionibus Phaenomenis". Beide Beobachtungen rütteln an der seit Aristoteles als unumstösslich geltenden Annahme, der Himmel ausserhalb der Mondsphäre sei unveränderlich.
   
Dies ist für Tycho Brahe jedoch kein Grund, die von Nicolaus Copernicus 1543 formulierte ketzerische These zu akzeptieren, nach der die Sonne und nicht mehr die Erde das Zentrum des Universums darstellt. Aus philosophischen Überlegungen verneint Tycho Brahe die Bewegung der Erde. Seine Lösung ist ein Kompromiss zwischen geo- und heliozentrischem Weltbild: Alle Planeten mit Ausnahme der Erde kreisen um die Sonne; dieses ganze System sowie der Mond rotieren um die feststehende Erde.
 
cassiopeia stella  
Das Sternbild der Cassiopeia in einer Darstellung von Baier. Tycho Brahes Weltbild  
     
     
     
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