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Galileo Galilei

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Discorso ... intorno alle cose, che stanno in sù l'acqua, ò che in quella si muouono di Galileo Galilei ... Firenze : Giunti ; 1612.

Signatur: Rar 1257: ED.2

Galileo Galilei (1564-1642), italienischer Astronom, Mathematiker und Physiker, studierte von 1581 bis 1585 in Pisa. Ab 1589 war er Professor der Mathematik in Pisa und Padua, 1610 wurde er Hofmathematiker und -philosoph beim Grossherzog der Toskana in Florenz.

Durch seine Forschungen und die Einführung des systematischen Experiments gilt er als Begründer der neueren Naturwissenschaften. Er schuf wichtige Grundlagen der Physik, insbesondere der klassischen Mechanik, begründete die Kinematik und Dynamik, formulierte wesentliche Teile des Trägheitsgesetzes. Die Astronomie verdankt ihm zahlreiche Entdeckungen, die er mit einem 1609 nachgebauten Fernrohr machte. Seine Planetenbeobachtungen machten ihn zum Vorkämpfer der heliozentrischen Lehre des Kopernikus.

Galileis physikalische Erkenntnisse sind vor allem in den Schriften Discorso und Discorsi e dimostrazioni matematiche enthalten. Auffallend ist, dass Galilei zu einer Zeit, als die lateinische Sprache das wissenschaftliche Schrifttum durchaus noch dominierte, italienisch schrieb. Er erinnert damit ebenso an Tartaglia wie durch den Gebrauch der Wendung "nova scienza" zur Bezeichnung seiner Erfindungen.

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Der Dialogo (lange Jahre geplant und ab 1624 in Bearbeitung) wurde im Februar 1632 fertig gedruckt. Bereits im Sommer desselben Jahres kam seine Verbreitung durch einen Befehl der Kirchenbehörden zum Stillstand. Das Werk wurde dann mit dem kirchlichen Edikt vom 22. Juni 1633 endgültig verboten. Eine lateinische Übersetzung, veröffentlicht im Jahr 1635 in der Druckerei Gli Elzeviri in Strassburg, ermöglichte dennoch eine weite Verbreitung des Textes in Europa.

Zu Galileos "Dialogo" können Sie unsere virtuelle Ausstellung besuchen.

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