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Euclides

liber7

Opus elementorum Euclidis megarensis in geometriam artem in id quoque Campani perspicacissimi commentationes finiunt Venetijs [Venedig] impressit : Erhardus ratdolt Augustensis impressor solertissimus ; Anno salutis 1482.

Signatur: Rar 1919

Der griechische Mathematiker Euclides (Euklid) (~365 v.Chr. - ~300 v.Chr.) studierte vermutlich an der Platonischen Akademie in Athen und lehrte unter Ptolemäus Soter am Museion in Alexandria Mathematik. Euklid leitete mit seine "Stoicheia" ("Elemente"), einer systematischen Darstellung der damaligen mathematischen Kenntnisse in ursprünglich 13 Büchern, die klassische Epoche der griechischen Mathematik ein und wurde zum Begründer der heutigen Elementargeometrie.

Dieses vielfach übersetzte Werk gilt als das einflussreichste Mathematikbuch aller Zeiten. Es war über zwei Jahrtausende lang Grundlage der Mathematikausbildung. Es behandelt die ebene Geometrie (Buch 1 bis 4), Proportionen- und Ähnlichkeitslehre (Buch 5 bis 6), Arithmetik (Buch 7 bis 9), quadratische Irrationalitäten (Buch 10), Stereometrie und Platonische Körper (Buch 11 bis 13).

Aufgrund der historischen Bedeutung, die Euclidis elementorum libri XV besitzen, hat die ETH-Bibliothek ungefähr dreissig Ausgaben in ihrer Sammlung; meist in lateinischen Übersetzungen, aber auch in der griechischen Urfassung, darunter die erste griechische Edition, von Grynaeus bearbeitet, die 1533 in Basel erschien. Die ETH-Bibliothek ist auch im Besitz der ältesten vorhandenen Ausgabe der fünfzehn Bücher Euklids. Es handelt sich dabei um einen 1482 in Venedig hergestellten Wiegendruck. Der Druck enthält einen Kommentar von Campanus (Italien, 13. Jhdt.). Dessen Übersetzung soll, auf der Grundlage des arabischen Textes, die erste im Abendland verfügbare Übersetzung gewesen sein.

 
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