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René Descartes

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Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences ... René Descartes Paris : Le Gras ; 1658.

Signatur : Rar 71082

René Descartes (1596-1650), französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Er studierte von 1613 bis 1617 in Paris und Poitiers. Nach einer militärischen Ausbildung in den Niederlanden diente er als Freiwilliger in der Truppe des Herzogs von Bayern. Nach langen Reisen durch Europa lebte er von 1628 an in den Niederlanden, ab dem Jahr 1649 wirkte er als Lehrer des Königshauses in Stockholm.

Descartes gilt als Hauptbegründer der neueren Philosophie. Die Grundlage seines Denkens besteht in einem strengen Dualismus von Geist und Materie. Richtungsweisend mit dem Blick auf das Subjekt, bestimmte er den Ausgangspunkt der neuzeitlichen Philosophie und begründete eine Naturauffassung, die die Entfaltung des naturwissenschaftlich-technischen Denkens entscheidend beeinflusste. Als einer der hervorragendsten Mathematiker seiner Zeit lieferte er einen wichtigen Beitrag zur Begründung der analytischen Geometrie. Sein Name ist zudem eng verbunden mit der Erfindung der Logarithmen.

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1637 veröffentlichte er sein berühmtes Werk "Discours de la méthode..." mit einem Anhang ("Essais"), bestehend aus den Schriften "La geometrie" (über die Grundlagen der analytischen Geometrie), "Dioptrique" (mit einer Theorie der Lichtbrechung), "Meteores" (mit einer detaillierten Erklärung des Regenbogens). Das Werk erschien anonym als Testfall für seine wissenschaftliche Methode. Der Teil "La geometrie" wurde, neben den Abhandlungen von P. de Fermat, zu einer der grundlegenden Arbeiten, aus denen sich die analytische Geometrie als Spezialdisziplin der Mathematik heraus entwickelte. Das ursprüngliche Ziel von Descartes bestand darin, eine geometrische Basis für die Lösung algebraischer Probleme zu errichten.

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