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Claudius Ptolemaeus

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Almagestu Cl. Ptolemei Pheludiensis Alexandrini astronomor. principis opus ingens ac nobile omnes celoru motus continens felicibus astris eat in lucez: ductu Petri Liechtenstein Coloniensis Germani
Venetiis : Liechtenstein ; anno 1515.

Signatur ETH-Bibliothek: Rar 1357

Der in Alexandria lebende Gelehrte Claudius Ptolemaeus (Ende 1. Jh. bis 1. Hälfte 2. Jh. n. Chr.) schrieb um 140 sein dreizehnteiliges Werk Megale mathematike syntaxis (grosses mathematisches Handbuch) oder kurz Megiste (das Grösste). 827 wurde es ins Arabische übersetzt und vom 12. Jahrhundert an in lateinischen Übertragungen unter dem Titel Almagest in Europa verbreitet.

Das Werk stellt die antike griechische Himmelskunde dar. Es enthält einen Sternenkatalog und trigonometrische Lehrsätze. Ptolemaeus übernahm von zahlreichen Vorgängern die Vorstellung, dass sich die Himmelskörper mittels ineinandergeschachtelter Hohlkugeln, den Sphären, um die Erde drehen und ihre Bahnen Kreise bilden. Zur Erklärung scheinbarer Schleifen- und Rückwärtsbewegungen der Planeten griff er auf ein kompliziertes mathematisches Modell zurück, das der griechische Astronom Hipparch im 2. Jahrhundert vor Christus entworfen hatte. Von Hipparch stammte auch der Katalog mit den Positionsbestimmungen von 1025 Gestirnen. Das von Ptolemaeus im Almagest errichtete astronomische Lehrgebäude hatte über Jahrhunderte hinweg unumstössliche Geltung, bis mit Kopernikus neue astronomische Überlegungen aufkamen.

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