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Nicolaus Copernicus

De Revolutionibus Orbium coelestium, Libri VI Norimbergae Nürnberg : apud Ioh. Petreium, 1543.

Signatur : Rar 1370

Als bedeutendster Astronom des 16. Jahrhunderts gilt Nicolaus Copernicus (Niklaus Kopernikus) (1473-1543). Er studierte von 1491 bis 1494 Mathematik und Astronomie in Krakau und von 1496 bis 1505 Medizin und Rechtswissenschaft in Bologna und Padua. 1500 wurde er von Papst Alexander VI zu astronomischen Vorlesungen nach Rom berufen. Nach 1503 wirkte er als Arzt und Domherr in Frauenburg im preussischen Ermland.

Copernicus schuf das nach ihm benannte astronomische System, in dem die Erde und die übrigen Planeten um die Sonne kreisen. Die Annahme einer kreisförmigen Bewegung der Erde um die Sonne erklärte die Unregelmässigkeiten der Planetenbewegungen damit, dass sich die beobachtende Person mit der Erde fortbewegte.

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Um 1530 schrieb Copernicus seine Ideen in der ungedruckten Schrift De hypothesibus motuum coelestium nieder, die er im Freundeskreis zirkulieren liess. Eine Kurzfassung veröffentlichte 1540 Georg Joachim Rhaeticus unter dem Titel Narratio Prima. Copernicus selbst zögerte dagegen mit der Drucklegung seines Werkes. Er fürchtete, sich lächerlich zu machen, wenn er entgegen der sinnlichen Wahrnehmung und ohne gesicherte astronomische Beobachtungsergebnisse die Bewegung der Erde um die stillstehende Sonne behauptete. Nachdem er sich auf Drängen seiner Freunde doch zur Veröffentlichung entschlossen hatte, erschien das Werk 1543 in Nürnberg unter dem Titel De revolutionibus orbium coelestium libri sex. Die kopernikanische Weltanschauung wurde von der katholischen Kirche bis ins Jahr 1616 geduldet. Im 16. Jahrhundert dann wurde das neue System vor allem von protestantischen Vertretern vehement angegriffen.

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