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Bernardino Baldi da Urbino: Cronica de'
matematici, o vero epitome dell'istoria delle vite loro. Urbino, 1707.
Bernardino Baldi wurde im Jahr 1553 in Urbino geboren. Nach einer klassischen Ausbildung durch einen Privatlehrer schloss er sich dem Kreis um den berühmten Mathematiker Federico Commandino an und begann unter ihm ein Studium der Mathematik. Im Jahr 1573 wechselte er an die Universität von Padua, wo er ein Studium der Medizin, Philosophie und Literatur aufnahm. Angeregt durch die Biographie seines Lehrers Commandino, begann Baldi unmittelbar nach dessen Tod im Jahre 1575 umfangreiches historisch-biographisches Material zusammenzutragen, wobei er sich auf ein genaues Studium der damals vorhandenen Quellen abstützte. In zwölf Jahren Arbeit sammelte Baldi auf diese Weise mehr als 200 Mathematiker-Biographien, die er anschliessend auf fast 2000 Manuskriptseiten unter dem Titel De le vite de' matematici niederschrieb. Das monumentale Werk ist die erste umfassende Mathematikgeschichte der Neuzeit. Es wurde jedoch zu Baldis Lebzeiten nie und auch später nur auszugsweise veröffentlicht. Auch der Grossteil der an die 100 weiteren wissenschaftlichen und literarischen Schriften dieses vielseitigen Universalgelehrten blieb unpubliziert. Baldi verstarb im Jahr 1617 in Urbino. |
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Das monumentale Werk ist die erste umfassende Mathematikgeschichte der Neuzeit. Es wurde jedoch zu Baldis Lebzeiten nie und auch später nur auszugsweise veröffentlicht. Auch der Grossteil der an die 100 weiteren wissenschaftlichen und literarischen Schriften dieses vielseitigen Universalgelehrten blieb unpubliziert. Baldi verstarb im Jahr 1617 in Urbino. Eine viel genutzte Kurzfassung der Vite ist die im Jahre 1707 in Erstausgabe erschienene Cronica de' matematici. In ihr findet sich auch ein Abschnitt über Leonardo Pisano. Zeitlich wird Fibonacci hier um 1400 angesiedelt, also fast zwei Jahrhunderte nach seiner tatsächlichen Lebenszeit. Der Artikel erwähnt unter anderem, dass Commandino eine Edition der Practica geometriae geplant hatte, und nennt Pacioli und Tartaglia als wichtige Rezipienten der Werke Fibonaccis. |
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