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Jean-Etienne Montucla: Histoire des
mathématiques. Paris, 1758. Jean-Etienne Montucla wurde im Jahr 1725 in Lyon geboren. Seine schulische Ausbildung erhielt er im dortigen Jesuitenkollegium. Im Alter von 20 Jahren ging er zum Studium der Jurisprudenz nach Toulouse. Ferner erweiterte er sein Wissen durch Studien in Paris und freundete sich dort mit d'Alembert, Diderot und Lalande an. In Paris begann Montucla mit dem Studium der Geschichte der Mathematik. Die Ratschläge seiner Freunde sowie des Buchhändlers und Verlegers C.A. Jombert bewogen ihn dazu, eine Geschichte der Mathematik zu schreiben und zu publizieren. Der Erfolg seines Erstlings Histoire des recherches sur la quadrature du cercle (1754) war ihm Ansporn für die Weiterarbeit an seiner Histoire des mathématiques. Das Werk erschien im Jahr 1758 in zwei Bänden. |
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Montuclas Meisterstück zeichnet sich durch eine ungemeine Materialfülle aus. Es ist die erste Darstellung, die auch die Anwendungen der Mathematik mit einbezieht. Der erste Band behandelt die Geschichte der Mathematik von ihren Anfängen bis zum Jahr 1700. Der zweite Band war gänzlich der Mathematik des 18. Jahrhunderts gewidmet. Im Jahr 1799 erschienen die beiden ersten Bände der auf vier Bände angelegten, verbesserten und erweiterten zweiten Auflage seiner Histoire des mathématiques. Die Arbeit am dritten Band war weit fortgeschritten, als Montucla im Jahr 1799 in Versailles verstarb. Sein Freund Lalande vollendete die Bände 3 und 4, so wie es Montucla ursprünglich beabsichtigt hatte. Montucla anerkennt das Verdienst Fibonaccis, die Algebra der Araber in Europa bekannt gemacht zu haben, siedelt ihn jedoch zeitlich im 15. Jahrhundert an. Er stützt sich offenbar auf Baldis Cronica de' matematici und ignoriert die Erkenntnisfortschritte, die italienische Gelehrte zu seiner Zeit bereits gemacht hatten. |
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