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Pietro Cossali: Origine, trasporto in Italia,
primi progressi in essa dell'algebra. Parma, 1797-1799. Der Mathematiker Pietro Cossali (1748-1815) entstammte einer adeligen Veroneser Familie. Von 1786 an lehrte er an der Universität in Parma die Fächer Physik, Astronomie und Wasserbau. 1806 wurde er als Mathematikprofessor an die Universität Padua berufen. Cossali befasste sich intensiv mit dem Werk Fibonaccis. Von ihm ist auch ein Exzerpt aus dem Mailänder Codex des Liber abaci erhalten, das von Baldassarre Boncompagni zusammen mit anderen nachgelassenen Schriften Cossalis ediert wurde. Cossali gebührt neben Giambattista Guglielmini das Verdienst, als erster die Werke Fibonaccis und dessen Bedeutung als Mittler zwischen der arabischen Welt und dem Abendland bei der Verbreitung des mathematischen Wissens kritisch gewürdigt zu haben. |
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In Cossalis zweibändigem Hauptwerk Origine, trasporto in Italia, primi progressi in essa dell'algebra ("Herkunft der Algebra, wie sie nach Italien gebracht wurde, und ihre ersten Fortschritte daselbst") werden schon im Vorwort die mathematischen Leistungen Fibonaccis ausdrücklich hervorgehoben. Diese stünden am Anfang aller mathematischen Bemühungen in Italien, wirkten in der ganzen Welt fort und seien daher zu Unrecht so lange Zeit unbeachtet geblieben. Das erste Kapitel beginnt dann mit dem Namen von Leonardo Pisano und widmet sich einer eingehenden Analyse seines Werkes. Bei Cossali findet sich auch einer der frühesten Belege für den Namen "Fibonacci". Dieser wird in der Literatur oft fälschlicherweise als Kontraktion von "filius Bonacci" ("Sohn des Bonaccio") gedeutet. Die Silbe Fi- steht jedoch, wie Baldassarre Boncompagni überzeugend dargelegt hat, für "de filiis", d.h. "aus der Familie Bonacci". Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Leonardo von Pisa schon von seinen Zeitgenossen "Fibonacci" genannt wurde. |
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