Frey-Wyssling, Sumatra 1928-31

"Die beste Kapitalanlage für einen Wissenschafter ist daher, […] sein Geld zu verreisen."
Zitiert aus: Albert Frey-Wyssling: Lehre und Forschung. Autobiographische Erinnerungen. Stuttgart 1984, S. 138.

Albert Frey-Wyssling (1900–1988), Botaniker, 1926 Assistent und 1927 Privatdozent für Botanik an der ETH Zürich.

Albert Frey-Wyssling brach 1928 mit seiner Frau zu einem vierjährigen Tropenaufenthalt nach Sumatra auf. Aus ökonomischen Gründen tauschte er seine Assistentenstelle an der ETH Zürich mit der eines Pflanzenphysiologen an einer privaten, holländischen Kautschuk-Versuchsanstalt in Medan. Diese war bestrebt, mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden die Ertragskraft von Kautschuk zu steigern. Somit untersuchte Frey-Wyssling die physiologischen Vorgänge, die sich beim Zapfen in der Rinde des Kautschukbaumes abspielen. Eine seiner Entdeckungen ist in der Fachliteratur als "Frey-Wyssling complex" bekannt.

Frey-Wyssling wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten über den Feinbau von Zellwänden noch vor der Einführung der Elektronenmikroskopie 1938 auf den Lehrstuhl für "Allgemeine Botanik und Pflanzenphysiologie" an der ETH Zürich berufen. Als ein Pionier der modernen Zytologie und Molekularbiologie erlangte er weltweite Anerkennung. Wie viele andere Forscher auch, führte Frey-Wyssling über seine Fotografien zum Teil akribisch Buch: Neben Wetter und Uhrzeit hielt er auch Brennweite und Verschlusszeit der Kamera fest. 1957–1961 amtierte Frey-Wyssling als Rektor der ETH Zürich. Sein wissenschaftlicher Nachlass mit einer umfangreichen Diasammlung befindet sich in der ETH-Bibliothek.

Eine Auswahl an Bildern gibt es in E-Pics Bildarchiv Online.

E-Pics: Dia_249-018  Dia_249-119  E-Pics: Dia_249-240  E-Pics: Dia_249-373