Friedländer, Samoa 1907

"Reichliche (aber nicht allzu reichliche) Lichtbilder sind glaubwürdigste Hilfsmittel."
Zitiert aus: Benedict Friedländer: Der Vulkan Kilauea auf Hawaii. Mit einigen Bezugnahmen auf die Vulkane Italiens. Berlin 1896, S. 34.

Immanuel Friedländer (1871-1948), Vulkanologe, Studium der Geologie und Vulkanologie am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich.

Immanuel Friedländer studierte in Kiel und an der ETH Zürich Geologie und Vulkanologie. Auf seinen ausgedehnten Studienreisen in alle Welt untersuchte er aktive Vulkane; so auch in Hawaii und auf den Samoainseln, die er 1893 erstmals bereiste. Die Beobachtungen, die er während seiner zweiten Reise im Sommer 1907 machte, publizierte er 1910 in einem Buch über die Geologie der Samoainseln. Neben den Fotografien, die zusammen mit der umfangreichen Gesteinssammlung an die ETH Zürich gelangten, ist über Friedländers fotografische Ausrüstung wenig bekannt, nur soviel, dass er in den 1940er Jahren eine Leicakamera mit Weitwinkelobjektiv verwendete. Vermutlich stammen auch diverse Aufnahmen von seinem Bruder Benedict, der ihn zuweilen auf seinen Reisen begleitet hat.

Seine "Obsession" für Vulkane gipfelte 1913 in der Gründung eines internationalen Institutes in Neapel, wo er sich auf eigene Kosten der Voraussage von Vulkanausbrüchen widmete. Das in den 1920er Jahren in eine eidgenössische Stiftung überführte Institut wurde jedoch schon bald aufgelöst. Die Sammlungen werden heute an der ETH Zürich aufbewahrt: die Fotografien im Bildarchiv der ETH-Bibliothek, die Gesteinssammlung in der Mineralogisch-petrographischen Sammlung.

Bilder dazu gibt es in E-Pics Bildarchiv Online.

E-Pics: Hs_0625a-0003-181  E-Pics: Hs_0625a-0003-050  E-Pics: Hs_0625a-0003-145  E-Pics: Hs_0625a-0003-091