Heim, Neuseeland 1901-02

"Durch Photographieren lernt man nicht beobachten."
Zitiert aus: Albert Heim: Sehen und Zeichnen. Vortrag gehalten auf dem Rathause zu Zürich, 1. Februar 1894. Basel 1894, S. 21f.

Albert Heim (1849–1937), Geologe, 1872 bis 1911 Professor für Geologie am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich.

Nachdem er 1898 mit dem Luftfahrtpionier Eduard Spelterini im Ballon die Alpen überquert hatte, bereiste Albert Heim (1849-1937), beurlaubt von seinen akademischen Pflichten als Professor für Geologie am Polytechnikum und der Universität Zürich, im Wintersemester 1901/02 die Nord- und Südinsel Neuseelands. Da er als Rekonvaleszent auf Einladung seines Freundes Johannes Hundhausen unterwegs war, stand kein strenges Forschungsprogramm im Vordergrund. Dennoch machte er zahlreiche Beobachtungen, fertigte Notizen und Zeichnungen an, die sich nach seiner Rückkehr in Vorträgen und Publikationen niederschlugen.

Heim war ein sehr talentierter Zeichner, der den Wert des Fotografierens für das "Sehen lernen" als verschwindend klein gegenüber dem des Zeichnens einstufte. Einige der hier ausgestellten Aufnahmen kaufte Heim als Abzüge von ortsansässigen Fotografen und liess sie anschliessend reproduzieren, ebenso wie die Abzüge seiner Reisebegleiter. Die ebenfalls ausgestellten handkolorierten Diareproduktionen nutzte Heim zur weiteren Verwendung in den Vorlesungen.
Die ETH-Bibliothek verfügt über Albert Heims umfangreichen Nachlass.

Eine Auswahl an Bildern gibt es in E-Pics Bildarchiv Online.

E-Pics: Dia_001-007   E-Pics: Dia_001-016   E-Pics: Dia_001-034   E-Pics: Hs_0401-2543-002