Schröter, Weltreise 1898-99

"Nur was man gesehen und immer wieder gesehen hat, haftet und wird zum geistigen Besitz."
Zitiert aus: Gottfried Huber-Pestalozzi: Prof. Carl Schröter und seine Beziehungen zur Seenkunde. Stuttgart 1939, S. 662.

Carl Schröter (1855–1939), Botaniker, 1884 bis 1926 Professor für Botanik an der ETH Zürich und Lehrer von Albert Frey-Wyssling.

Carl Schröter lehrte über 40 Jahre lang als Professor an der ETH Zürich, wo er sich überaus grosser Beliebtheit erfreute. So lud ihn der Forststudent Maurice Pernod zu einer Reise um die Welt ein. Ihre Route führte sie im August 1898 durch die Vereinigten Staaten nach Honolulu und weiter nach Ostasien, wo sie vor allem in Japan und Java pharmazeutisch wichtige Gewächse eingehend studierten. Im April 1899 kehrten sie über Singapur, Ceylon und Ägypten in die Schweiz zurück. Während Schröter sich noch auf der Rückreise befand, schrieb ihm ein Plantagenbesitzer, den er auf Java besucht hatte. Dieser bedauerte die Abwesenheit Schröters bei der Erlegung eines Panthers: "Schade dass Sie und Pernod nicht zur Stelle waren! Welch eine interessante Photographie hätten Sie davon gemacht!"

Auf bildliche Darstellungen legte Schröter bei seinen Vorlesungen, Publikationen und Vorträgen grössten Wert. So durfte auf Exkursionen keine Kamera ungenutzt herumliegen, sämtliche Apparate waren stets in den "Dienst der Allgemeinheit" zu stellen. Schröter war ein wichtiger Förderer der Grönlandexpedition de Quervains. Sein Nachlass mit Korrespondenzen, Manuskripten und umfangreichen Fotobeständen befindet sich in der ETH-Bibliothek.

Eine Auswahl an Bildern gibt es in E-Pics Bildarchive Online.

E-Pics: Dia_289-008  E-Pics: HS_1360-0762  E-Pics: HS_1360-0858  E-Pics: HS_1360-0912