Waldmeier, Sudan 1952

"Über dem Camp herrscht Stille und Spannung."
Zitiert aus: Max Waldmeier, Radiobericht zur Sonnenfinsternis am 25.2.1952 in Khartoum. Manuskript. ETH-Bibliothek Zürich, Archive, Hs 1422:1/4.

Max Waldmeier (1912–2000), Astronom, 1945 bis 1979 Direktor der Eidgenössischen Sternwarte und Professor für Astronomie an der ETH Zürich.

Max Waldmeier führte insgesamt 20 Forschungsreisen durch, um die äussere Schicht der Atmosphäre der Sonne (Korona) zu erkunden. 1952 reiste er nach zweijährigen umfangreichen Vorbereitungen in Begleitung neun weiterer Personen aus anderen Schweizer Observatorien in den Sudan, um dort eine nur 186 Sekunden dauernde Sonnenfinsternis zu beobachten. Die Kosten der Expedition waren von der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, mehreren Kantonen und einer privaten Stiftung finanziert worden.

Khartoum hatte man wegen seiner klimatischen Verhältnisse ausgewählt. Ein koordiniertes Beobachtungsprogramm, das höchste Präzision der einzelnen Arbeiten erforderte, wurde vor Ort eingeübt. Um wissenschaftliche Aufnahmen der Korona machen zu können, wurden Präzisionsinstrumente und Fotoapparate eingesetzt. Die hier gezeigten Aufnahmen stammen teilweise von einer vergleichbaren Sonnenfinsternis-Expedition nach Ceylon im Jahre 1955. Das Unternehmen wurde jedoch zu einem Misserfolg, da der Himmel zur Zeit der Finsternis bewölkt war. Die ETH-Bibliothek verfügt über den wissenschaftlichen Nachlass Waldmeiers mit einer Diasammlung.

Eine Auswahl an Bildern gibt es in E-Pics Bildarchiv Online.

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