Wehrli, Argentinien 1896-99

"Reichliche (aber nicht allzu reichliche) Lichtbilder sind glaubwürdigste Hilfsmittel."
Zitiert aus: Leo Wehrli: Geologie an der Volkshochschule. Zürich 1941, S. 11.

Leo Wehrli (1870–1954), Geologe und Geograph, 1893 bis 1896 Assistent am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich.

Im November 1896 reiste Leo Wehrli nach Südamerika. Im Auftrag der argentinischen Regierung sollte er in der Grenzfrage zwischen Argentinien und Chile Gipfellinien bestimmen und Wasserscheiden festsetzen. Von Mexiko fuhr er mit der Kutsche nach San Rafael in Argentinien. Von hier aus begab er sich zusammen mit zwei weiteren Geologen und einer spanisch sprechenden Mannschaft sowie Pferden und Maultieren für eine grosse Gebirgsexpedition auf den Weg durch die Anden. Diese durchquerte er insgesamt achtmal. 1899 kehrte er in die Schweiz zurück. Für seine Verdienste wurde er noch vierzig Jahre später gefeiert, als er im Jahr 1938 erneut Argentinien bereiste.

Wehrli war im In- und Ausland als kompetenter Referent begehrt, da er Vorträge von seinen Reisen in alle Erdteile mit Illustrationen zu untermalen wusste. Die in Südamerika aufgenommenen Negativplatten liess er als Dias reproduzieren, die in den 1930er Jahren von seiner Frau nach den im Terrain gemachten Farbnotizen von Hand koloriert wurden.
In der ETH-Bibliothek befindet sich seine Dia- und Negativsammlung.

Eine Auswahl an Bildern gibt es in E-Pics Bildarchiv Online.

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