Go

Go

Go wird von zwei Personen auf einem Spielbrett mit einem Gitter aus 19x19 Linien gespielt. Die 181 bzw. 180 schwarzen und weissen Spielsteine werden abwechselnd auf die Schnittpunkte der Linien gesetzt. Ziel ist es, möglichst grosse Gebiete, d.h. freie Schnittpunkte auf dem Spielbrett, mit den eigenen Steinen abzugrenzen, wobei auch gegnerische Spielsteine eingekreist werden können. Gespielt wird so lange, bis beide Spieler nicht mehr setzen wollen. Dann werden die Schnittpunkte der gewonnenen Gebiete und die "gefangenen" Steine des Gegners als Punkte gezählt. Wer mehr Punkte hat, ist Sieger.

Geschichte

Das "Spiel der Götter" hat seine Wurzeln in China. Legenden zufolge soll es im 3. Jahrtausend v.Chr. erfunden worden sein, erste gesicherte Hinweise gibt es um 500 v.Chr. Damit ist Go eines der ältesten heute noch gespielten Brettspiele der Welt. Etwa Anfang des 7. Jahrhunderts n.Chr. gelangt Wei-qi, wie das Spiel in China heisst, nach Japan. Dort wird es über Jahrhunderte als hohe Kunst gepflegt, bis es im 19. Jahrhundert an Bedeutung verliert. Einen erneuten Aufschwung erlebt Go seit Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Vermittlung in den japanischen Tageszeitungen. Auch heute noch hat das Spiel in China, Japan und Korea einen hohen Stellenwert. Aber auch in Europa und den USA findet Go in jüngster Zeit viele Anhänger.

Mathematik

Auffällig bei Go ist die Einfachheit der Regeln im Gegensatz zur Komplexität des Spiels, die durch die 19x19 = 361 Schnittpunkte gegeben ist. Bis jetzt sind Computer-Programme dem Menschen noch unterlegen. Die grosse Zahl unterschiedlicher Positionen und Spielmöglichkeiten in einer bestimmten Position sowie die Schwierigkeit, eine gegebene Position zu beurteilen, verhindern eine erfolgreiche Programmierung. Die bestehenden Programme werden heute mit statistischen Methoden, insbesondere mit Monte-Carlo-Verfahren, verbessert. Sie erzielen auf Brettern der Grösse 9x9 und 13x13 bereits gute Resultate.