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Die Berufung an die ETH Zürich |
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Der Lehrstuhl für theoretische Physik an der ETH wurde
1927 vakant, nachdem Peter Debye ein
lukratives Angebot der Universität Leipzig angenommen hatte. Nach einer
Absage von Werner Heisenberg nahm der Schweizerische Schulrat, das
Leitungsgremium der ETH Zürich, mit Wolfgang Pauli Kontakt auf. Dieser
erkundigte sich in Zürich bei seinen Kollegen Richard Kuhn und
Paul Scherrer über die dortigen
Bedingungen, bevor er sich offiziell für die Nachfolge Debyes bewarb. Der
Schulrat behandelte das Geschäft am 17. Dezember 1927 und beantragte beim
Bundesrat die Wahl Paulis, die am 10. Januar 1928 bestätigt wurde. |

Zürich mit Hochschulquartier
um 1915
© Baugeschichtliches Archiv,
Zürich |
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Paul Scherrer und Wolfgang
Pauli
© CERN, Geneva |
Paulis Entscheidung für die ETH Zürich war massgeblich
durch das fruchtbare Umfeld beeinflusst, das er in Zürich erwartete. Nebst
dem jungen Experimentalphysiker Paul Scherrer wirkte auch Hermann Weyl an der
ETH Zürich. An der benachbarten Universität trat gleichzeitig mit
Pauli ein weiterer Sommerfeld-Schüler und Vertreter der jungen Atomphysik,
Gregor Wentzel, die Nachfolge
Erwin Schrödingers an. Nach
einer Kontroverse mit Schulratspräsident Arthur Rohn um die Höhe des
Gehalts für einen Assistenten nahm Pauli die Wahl am 2. Februar 1928 an. |
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Dank der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den Physikern der
ETH und der Universität erlangte Zürich in den 20er Jahren den Ruf
eines wichtigen Zentrums der modernen Physik. An der ETH ergänzten sich
der Experimentalphysiker Paul Scherrer und der Theoretiker Wolfgang Pauli auf
ideale Weise. Pauli konnte weitgehend von administrativen Aufgaben befreit
arbeiten, die ihm der Institutsdirektor Scherrer abnahm. Für diesen war
Pauli zeitlebens «sein Pauli», der jüngere, berühmtere
Freund und Kollege. Während Pauli sich vor allem auf internationaler Ebene
hervortat, prägte und förderte Scherrer die Physik in der Schweiz. Er
wusste insbesondere als hervorragender Lehrer zu begeistern. |

Paul Scherrer während
Vorlesung im Hörsaal des Instituts
©
ETH-Bibliothek |
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Gemeinsam führten die beiden mehrere internationale
Kongresse, die «Physikalischen Wochen» durch: 1929, 1931, 1933 und
1936 versammelten sich in Zürich die bedeutendsten europäischen und
amerikanischen Physiker, um über die Physik der Röntgenstrahlung, die
Kernphysik oder die Physik der tiefsten Temperaturen zu diskutieren. |
Das Physikalische Institut der
ETHZ
© ETH-Bibliothek |
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