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Am 25. April 2000 jährte sich zum 100. Mal der Geburtstag des Physikers und Nobelpreisträgers Wolfgang Pauli. Aus diesem Anlass führte die ETH-Bibliothek von April bis Mai 2000 in der Haupthalle des ETH Zentrums in Zürich eine Ausstellung unter dem Titel "Wolfgang Pauli und die moderne Physik" durch. Anhand von zahlreichen, zum grossen Teil noch nie gezeigten Briefen, Urkunden, Fotos und audiovisuellen Medien aus Archiven des In- und Auslandes wurden das Leben dieser schillernden Persönlichkeit und das Werk des genialen Wissenschaftlers einem breiten Publikum näher gebracht. Präsentiert wurde das Material in einer einem Teilchenbeschleuniger nachempfundenen Form. In den Monaten August und September wurde die Ausstellung am CERN in Genf gezeigt, und vom 25. Mai bis 27. Juli 2001 wird sie nun an der Universität Linz präsentiert.

Paulis Entdeckungen haben die Entwicklung der modernen Atomphysik massgeblich geprägt. Von 1928 bis zu seinem Tod im Jahre 1958 wirkte Wolfgang Pauli als Professor für theoretische Physik an der ETH Zürich, mit einem Unterbruch während des Zweiten Weltkrieges. Im Jahre 1945 wurde ihm der Nobelpreises für Physik für das von ihm entdeckte Ausschliessungsprinzip verliehen. In wissenschaftlichen Streitfragen galt Wolfgang Pauli als unbestechlicher Kritiker und oberste Instanz, was ihm den Beinamen "das Gewissen der Physik" eintrug. Er stand in einem fruchtbaren wissenschaftlichen Austausch mit den bedeutendsten Physikern seiner Zeit, wie z.B. Albert Einstein, Niels Bohr oder Werner Heisenberg. Darüber hinaus leistete Pauli im Dialog mit dem Psychologen Carl Gustav Jung wichtige Beiträge zu den Grundlagen von Physik und Psychologie.

Zur Ausstellung hat die ETH-Bibliothek einen Katalog veröffentlicht mit Beiträgen der beiden namhaften Pauli-Spezialisten Charles Enz und Karl von Meyenn sowie prominenter ehemaliger Weggefährten, darunter zwei Nobelpreisträgern, und einer biographischen Skizze. Der Katalog kann zum Preis von SFr. 35.- in der ETH-Bibliothek bezogen oder schriftlich bestellt werden.