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Die Fähigkeit Paulis, komplexe Zusammenhänge klar
darzustellen, zeigte sich, nach der Publikation des "Encyklopädieartikel"
von 1921 über die Relativitätstheorie, ein weiteres Mal in dem
Kapitel "Quantentheorie" des "Handbuches der Physik" von 1926. Scherzhaft
sprachen die Physiker vom "Alten Testament".
Während Pauli fast das ganze Jahr 1925 an diesem Beitrag
arbeitete, entstand die "neue Quantenmechanik". Diese wurde durch Werner
Heisenbergs grundlegende "matrix-mechanische" Arbeit eingeleitet.
So kam es, dass Wolfgang Pauli an dieser neuen Entwicklung
zunächst nicht beteiligt war. Bereits im Januar 1926 veröffentlichte
er aber die Arbeit: "Ueber das Wasserstoffspektrum vom Standpunkt der neuen
Quantenmechanik". Er hatte also die Tragweite des neuen Ansatzes sogleich
erkannt und dessen Fruchbarkeit aufgezeigt. Daraufhin schrieb ihm Heisenberg am
3. November 1925: "Ich brauche Ihnen wohl nicht zu schreiben, wie sehr ich mich
über die neue Theorie des Wasserstoffs freue, und wie sehr ich es
bewundere, dass Sie diese Theorie so schnell herausgebracht haben." Im Mai 1927
veröffentlichte Pauli die Arbeit "Zur Quantenmechanik des magnetischen
Elektrons", in der er die sog. "Pauli-Matrizen" einführt. Es handelt sich
hierbei um eine auch heute noch übliche mathematische Darstellung der
Eigenschaft "Spin" in der Elementarteilchen- und Kernphysik. |
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