| In den Jahren 1925 und 1926 waren die Göttinger
Matrizenmechanik und die Wellenmechanik
Erwin Schrödingers entstanden. Beide Theorien standen
zunächst in einer gewissen Konkurrenz zueinander, aber nach vielen
Diskussionen zeigte es sich, dass sie mathematisch äquivalent waren. Pauli
stand damals in intensivem Kontakt mit Werner Heisenberg, korrespondierte aber
auch mit Schrödinger. Damals bildete sich jenes Verständnis der
(neuen) Quantentheorie heraus, das als «Kopenhagener Deutung» in
die Literatur eingegangen ist. Im Jahre 1933 erschien Wolfgang Paulis
Übersichtsartikel «Die allgemeinen Prinzipien der
Wellenmechanik» im «Handbuch der Physik». Diese Arbeit, das
sog. «neue Testament», stand dem Relativitätsartikel von 1921
an Berühmtheit und Dauerhaftigkeit in nichts nach. |

Konferenz in Kopenhagen
© Niels Bohr Archive, Copenhagen |