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emotionVERKEHR  
 

Plakate aus der Sammlung Eiselin

Unter dem Titel emotion VERKEHR zeigt die ETH-Bibliothek eine Ausstellung von Plakaten aus dem Bestand der Sammlung Eiselin. Anhand von 30 Exponaten werden die Höhepunkte der Geschichte der Plakatkunst zum Thema Verkehr und Tourismus präsentiert.

Die ausgestellten Plakate sind Ausdruck von Werbebedürfnissen der Wirtschaftszweige Verkehr und Tourismus im Spiegel des vergangenen Jahrhunderts. Sie geben auf der einen Seite einen Einblick in die Geschichte dieser Wirtschaftszweige. Andererseits informieren sie über die Entwicklung der Plakatkunst wie der Graphik und Malerei insgesamt. Aus vielen Stilepochen gibt es Beispiele, massgebliche Künstler der Schweiz wie auch des Auslands sind vertreten. Das Panorama reicht von Cardinaux' Zermatt-Plakat als Beispiel für regionale Verkehrswerbung über Cassandres "Nord-Express"-Plakat, ein Werbeplakat für Schlafwagen europäischer Eisenbahnlinien, bis zu Ernst Morgenthalers "Mit der Bahn hinaus ins Freie", das für den Publizitätsdienst der SBB entworfen wurde.

Geschichte der Plakatkunst

Die Anfänge des modernen Bildplakates reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Zu diesem Zeitpunkt waren die technischen Voraussetzungen für eine preisgünstige Papierherstellung und die lithographische Drucktechnik gegeben. Das künstlerisch gestaltete Plakat jedoch entwickelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Zuerst in Paris, wo junge Avantgardisten wie Henri de Toulouse-Lautrec und Pierre Bonnard sich durch das grosse Format und die Öffentlichkeit der Plakate herausgefordert sahen. Die um sich greifende Plakatbegeisterung, die sich dann auch in den USA und in den übrigen europäischen Ländern entwickelte, brachte viele Künstler dazu, sich mit diesem neuen Medium zu befassen.

In dieser Ausstellung sind so "grosse" Namen wie die von Ludwig Hohlwein, A.M. Cassandre oder Emil Cardinaux vertreten. Mit diesen Künstlern sind gleichzeitig die Stilrichtungen ihrer Zeit verbunden, etwa Jugendstil, Art Deco, Neue Sachlichkeit, Expressionismus, Konstruktivismus, Pop Art und andere. Die Ausstellung zeigt gleichzeitig, dass Plakate nicht nur ein Medium der Werbung oder der Information sind, sondern auch ein facettenreicher Spiegel der Gesellschaft ihrer jeweiligen Zeit. Als Massenmedium mit fast ubiquitärer Präsenz haben sie sich in den visuellen Erfahrungshorizont der letzten hundert Jahre eingeprägt und ihre Wirksamkeit entfaltet. Das Plakat verdichtet den Zeitgeist und bringt populäre ästhetische Leitvorstellungen auf den Punkt.

Der Sammler Eiselin

Rolf Eiselin wurde im Jahr 1925 in Zürich geboren. Sein Studium der Architektur an der ETH Zürich beendete er 1951 mit dem Diplom. Er arbeitete als Architekt in der Schweiz und in den USA. Seine umfangreiche Sammlung dokumentiert die Geschichte der Plakatkunst von ihren Anfängen bis heute und ist zugleich ein Spiegel der Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Die eigenen graphischen Werke von Rolf Eiselin wurden in zahlreichen Ausstellungen in aller Welt gezeigt.

Einführung zur Ausstellung aus der Sicht des Sammlers
Introduction, by the collector

 


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