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Vortragstätigkeit der TGZ

Der TGZ war klar, dass ihr Ruf und Ansehen fast ausschliesslich durch die Qualität und Aktualität der Vorträge bestimmt wurde. Dies nahm man sich besonders seit der Ausbauphase nach dem hundertjährigen Jubiläum zu Herzen, als man neue Mitglieder zu gewinnen suchte. In der ersten Phase boten die Vorträge eine bunte Mischung aus technischen Fragen im engeren Sinn, aber auch naturhistorischen, kulturellen und ökonomischen Themen.

Der oft improvisierte Charakter der frühen Vorträge zeigte sich besonders in den sogenannten "Vorweisungen". Dabei wurde eine Erfindung, ein neuartiges technisches Produkt oder Produktionsverfahren vorgeführt. Die ersten überlieferten Themen des Jahres 1837 zeigen das breite Spektrum, das von einfachen Vorweisungen über Technikgeschichte hin zu aktuellen technischen Fragen führte. Auffallend häufig kamen technische und chemische Aspekte der Textilfabrikation zur Sprache, was der Bedeutung der Textilindustrie bei der Industrialisierung der Schweiz entspricht.

Vortragsliste 1839
Lithographierte Uebersicht über die Verhandlungen
der TGZ von 1839/40.

Immer wieder kamen in den Vorträgen auch hoch aktuelle und brisante Themen vor. Dabei verschrieb sich die TGZ nicht einer bestimmten Ideologie. Man setzte sich durchaus kritisch mit der Entwicklung der Technik und deren Risiken, aber auch den Chancen auseinander. Zwei Beispiele aus den 1950er Jahren mögen dies belegen: Das Referat von Paul Bernhard über Luftverschmutzung, für die er den amerikanischen Ausdruck "air-pollution" verwendete, da es im Deutschen noch keinen gängigen Ausdruck dafür gab. Dieses Thema kontrastiert mit dem Referat von P. Buchschacher über den "heutigen Stand der Atomtechnik", in dem er die Risiken der Kernenergie herunterspielte.

air-pollution

Vortragsmanuskript P. Bernhard über "air-pollution"

atomtechnik

Aktennotiz über Referat von P. Buchschacher über Atomtechnik

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