Bartel Leendert van der Waerden (1903–1996)

Mathematiker

Bartel Leendert van der Waerden wurde am 2. Februar 1903 in Amsterdam geboren und starb am 12. Januar 1996 in Zürich. Er studierte Mathematik und Physik zunächst in seiner Heimatstadt und später in Göttingen und Hamburg. Er promovierte 1925 in Amsterdam und habilitierte sich 1927 in Göttingen. 1928 wurde er zum ordentlichen Professor an die Universität Groningen berufen. 1931 folgte der Ruf nach Leipzig. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Professuren in Baltimore (1947) und Amsterdam (1948). 1951 bis 1972 lehrte er an der Universität Zürich.

Van der Waerden gilt als einer der führenden Mathematiker des 20. Jahrhunderts. Bekanntheit erlangte er mit seinem zweibändigen Lehrbuch Moderne Algebra, das 1930/31 erschien. Mathematische Physik, Statistik, Funktionentheorie, Kombinatorik und Zahlentheorie sowie die Geschichte der Mathematik und Astronomie gehörten zu den weiteren Schwerpunkten seiner Arbeit.

Bestand

Van der Waerdens Briefe werden im Hochschularchiv der ETH Zürich aufbewahrt und sind über ein ausleihbares Findbuch (Link verlässt diese Seite) erschlossen.
Van der Waerden führte eine sehr umfangreiche Korrespondenz mit Mathematikern in aller Welt, unter anderem mit bekannten Wissenschaftlern wie Paul Bernays, Aage Bohr, Max Born, Satyendra Nath Bose, Louis de Broglie, Wolfgang Pauli oder Hermann Weyl.
Die Briefsammlung bildet eine wichtige Quelle zur Geschichte der Mathematik im 20. Jahrhundert.

van der Waerdens Handschrift

Brief von Wolfgang Pauli an Bartel van der Waerden vom 28. März 1955. Die beiden hatten sich anfangs der 20er Jahre in Hamburg kennen gelernt und pflegten in den 50er Jahren einen engen Kontakt in Zürich.

Werke

Zahlreiche Werke befinden sich im Magazinbestand der ETH-Bibliothek und können online bestellt werden. Hier eine Auswahl: